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Despotismus  Wilhelms  aufrecht  zu  erhalten.  Darum  ließ  Wilhelm,
also  sagt  Friedrich  II.,  die  Hydra  des  Mythus  von  einer  französischen
  Universal-Monarchie  immer  wieder  neu  sich  erzeugen.

Friedrich  II.  schildert  weiter  den  Großvater,  wie  er  aus  Eitelkeit
  nach  dem  Königstitel  gestrebt.  Aber  diese  Eitelkeit,  meint  er
dann,  erwies  sich  nachher  als  ein  Meisterstück  der  Politik.  „Der
Königstitel  zog  das  Haus  Brandenburg  aus  dem  Joche  der  Knechtschaft,
  in  welcher  das  Haus  Oestreich  damals  die  deutschen  Fürsten
hielt.“  Aber  der  Kaiser  selbst  hatte  ja  diesen  Titel  verliehen.  Um
Hülfe  von  Friedrich  zu  erlangen,  versprach  er  demselben  den  ersehuten
Titel.  Ferner  solle  Friedrich  in  allen  Reichssachen  mit  dem  Kaiser
stimmen.  Wie  war  hier  auf  einmal  der  Plan  wieder  aufgelebt,  den
Georg  Wilhelm  einst  schon  dem  Kaiser  Ferdinand  II.  vorgelegt:  wenn
der  Kaiser  ihm  die  Anwartschaft  auf  alle  Länder  seiner  Nachbaren
gebe:  so  wolle  er  immer  nach  Wunsch  und  Befehl  des  Kaisers  stimmen!

Und  nun  tritt  bei  dem  königlichen  Schriftsteller  wieder  eine
der  seltsamen  Verwirrungen  ein,  an  denen  er  so  reich  ist.  Sein
Großvater  hat  die  Königswürde  erlangt,  und  der  Enkel  preist  dies
Erlangen  als  ein  politisches  Meisterstück.  Der  Großvater  hat  dafür
  im  spanischen  Erbfolgekriege  einestheils  seiner  Pflicht  als  Reichsfürst,
  andererseits  seinem  besonderen  Versprechen  gemäß  treu  zum
Kaiser  gehalten.  Dies  Zusammenhalten  mit  dem  Kaiser  tadelt
der  Enkel  sehr.  Der  neue  König,  sagt  er,  that  viel  für  seine  Leidenschaft,
  und  nichts  für  seine  Interessen.  Inwiefern  der  neue  König
bei  Gelegenheit  des  Reichskrieges  etwas  für  seine  Interessen  habe
thun  können,  hat  jedoch  Friedrich  II.  nicht  näher  angegeben.  Das
nächste  Interesse  hätte  etwa  sein  können  den  Lohn  der  Königskrone
hinzunehmen  und  dann  den  versprochenen  Preis  nicht  zu  zahlen.
Ob  dieses  Interesse  in  solcher  Lage  der  Dinge  ausgereicht  hätte,
ist  freilich  eine  andere  Frage.  Wir  wissen  es  nicht.

Im  selben  Sinne  wird  auch  fernerhin  der  Großvater  von
dem  Enkel  mit  den  möglichst  ungünstigen  Farben  geschildert.  Es