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ist  nicht  unsere  Absicht  Friedrich  J.  gegen  die  Anklagen  Friedrichs  II.
zu  vertheidigen.  Wir  wollen  nur  bemerken,  wie  von  Seiten  des
Enkels  dem  Großvater  das  als  das  Schlimmste  angerechnet  wird,
daß  er  ausharrt  in  einem  Kriege,  mit  welchem  seine  Interessen
nichts  zu  thun  haben:  in  dem  Kriege  nämlich  des  deutschen  Reiches
und  der  Nation  gegen  die  Franzosen.

Friedrich  II.  schildert  ferner  die  Geschichte  seines  Vaters.  Die
bedeutenden  Momente  seines  eigenen  Lebens  unter  demselben  erwähnt
  er  nicht.  Friedrich  Wilhelm  hat  dieselbe  oder  eine  noch
stärkere  Abneigung  gegen  Frankreich  gezeigt,  als  der  erste  Friedrich.
Diese  Abneigung  ist  einer  der  Keile,  welche  die  Spaltung  zwischen
Vater  und  Sohn  früh  erweitert  haben.  Friedrich  berührt  das  nicht.
Dies  kann  nicht  so  sehr  auffallen,  als  ein  anderes  Verhältnis.
Eben  so  wenig  wie  irgend  ein  Anderer,  der  über  jene  Zeiten  berichtet,
  erwähnt  Friedrich  hier  oder  früher,  daß  jemals  seine  Vorfahren
  eine  Forderung  wegen  Schlesiens  an  das  Kaiserhaus  erhoben
  haben.  Es  ist  ein  neuer  Beweis,  wie  seine  That  lediglich
und  allein  diejenige  der  Eroberung  war.  Dagegen  ist  ein  anderer
Vorwurf  im  Wachsen.  Er  sieht  überall  und  in  jeder  Handlung
den  Hochmuth  des  Hauses  Oestreich,  die  Tendenz  desselben  zum
Despotismus.  Selbst  die  Absicht  des  Kaisers  Karl  VI.  zu  Ostende
eine  Handels-Compagnie  zu  gründen  nach  Indien,  ist  hervorgegangen
aus  hauteur.

Dies  führt  uns  noch  einmal  zurück  auf  den  Gedankengang
der  Denkwürdigkeiten.  Indem  es  das  Bestreben  Friedrichs  ist
seine  Macht  hinzustellen  neben  diejenige  des  Kaisers  und  unabhängig
  von  derselben,  sucht  er  verwandte  Züge  dieses  Bestrebens
aus  der  Vergangenheit  zu  finden,  und  diejenigen,  die  nicht  dahin
passen,  so  darzustellen,  als  sei  es  der  Fehler  der  Vorfahren  gewesen.

Man  weiß,  wie  dies  Bestreben  durch  ihn  und  nach  ihm  festgewurzelt
  ist  in  den  Schriftstellern  des  preußischen  Staates.  Jedes
preußische  Buch  liefert  den  Beweis,  wie  die  Anschauungen  des

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