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nur  er  es  war,  der  den  Krieg  wollte,  nachher  zu  bringen  haben
bei  der  Untersuchung  über  seine  Mittel.

Das  sächsische  Heer  sah  sich  eingeschlossen  in  die  engen  Felsenthäler
  von  Pirna.  Die  Oestreicher,  die  zur  Hülfe  herbeikamen,
erlitten  bei  Lowositz  Verlust.  Das  sächsische  Heer  mußte  sich  kriegsgefangen
  ergeben.  Friedrich  herrschte  über  Leben  und  Ehre  der
Unglücklichen,  als  seien  sie  schon  seine  Unterthanen.  Er  steckte  sie
unter  seine  Regimenter.  Nicht  also  dachten  die  Sachsen:  sie
achteten  des  erzwungenen  Eides  nicht,  sondern  liefen  davon,  wo
sie  konnten.

Das  deutsche  Reich  murrte  über  diese  unerhörten  Dinge.  Der
allgemeine  Unwillen  über  den  Friedensbruch,  dessen  Blöße  durch
Herzbergs  schreibselige  Feder  nicht  verdeckt  wurde,  arbeitete  den
Gegnern  Friedrichs  in  die  Hände.  Immerhin  mochte  es  Sonderlinge
  geben,  wie  Göthe  seinen  Vater  beschreibt,  die  aus  besonderen
Ursachen  der  Anhänglichkeit  dem  Preußenkönige  hold  waren:  eine
ruhige,  friedliche  Nation  heißt  der  Regel  nach  einen  Friedensstörer
nicht  willkommen.  Kaunitz  fand  auch  den  französischen  Hof  bereitwilliger
  als  zuvor.  Beide  Mächte  suchten  an  dem  persönlichen  Hasse
der  russischen  Czarin  einen  Verbündeten.  Doch  das  ging  nicht  so
schnell,  wie  es  einer  summarischen  Uebersicht  jener  Zeit  häufig  erscheint.
  Die  langsam  sich  entwickelnde  Lage  der  Dinge  spiegelt
sich  in  den  Berichten  des  Königs  Friedrich  an  seinen  Freund  und
Aufhetzer  Winterfeld.  1)  Er  meldet  am  15.  Novbr.  1756:  „Die
Franzosen  wollen  nicht  nach  Böhmen  und  mit  den  Russen  geht
es  auch  noch  gut.“  Am  7.  Dzbr.:  „In  Rußland  scheint  es
von  Tage  zu  Tage  mehr,  daß  nichts  zu  besorgen  ist.  Die  Franzosen
  wollen  30,000  Mann  nach  Böhmen  und  50,000  an  den
Rhein  schicken.“  Am  9.  Dzbr.:  „Rußland  will  nicht.“  Am  12.
Dzbr.:  „Die  Holländer  werden  ihre  Truppen  beträchtlich  vermehren.

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1)  Preuß:  Urkundenbuch  V.  21.