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Wenn  sie  auch  nicht  am  Kriege  Theil  nehmen:  so  macht  das  doch
Eindruck  auf  die  Franzosen.“  Am  23.  Dzbr.:  „Ich  glaube  dies
Jahr  an  kein  Glück.  Auf  die  Türken  darf  man  nicht  sicher
rechnen.  Wenn  dort  etwas  zu  hoffen  wäre,  hätte  ich  schon  gewisse
Nachricht.“  Wir  werden  später  von  dem  Könige  vernehmen,  daß
er  schon  seit  drei  Jahren  in  Constantinopel  zum  Bündnisse  hat
werben  lassen.  Warum?  Wozu?  —  Am  19.  Januar  1757:
„Wollen  die  Franzosen  auch  etwas  thun:  so  wird  es  langsam  und
spät  geschehen.“  Am  27.  Januar  1757:  „In  Rußland  sind  die
besten  Aussichten.  Wenn  es  so  dauert:  so  können  wir  die  pommerschen
  Regimenter  weiter  vorziehen,  bis  Sagan  oder  bis  Neustadt.“
Am  18.  Februar  1757  erst  erfährt  er,  daß  die  Russen  sich  doch
wirklich  in  Bewegung  setzen.

Zugleich  regte  sich  die  schwedische  Oligarchie.  Sie  glaubte  auf
der  Seite  des  großen  Bundes  ihre  Rechnung  zu  finden,  zumal  da
die  russische  Czarin  es  so  gebot.  Dänemark  und  Holland  verhielten
  sich  still.

Dennoch  lag  die  Sache  des  Preußenkönigs  im  Frühling  1757
nicht  ungünstig.  Er  stand  in  Böhmen.  Abermals  band  sich  der
Sieg  an  seine  Fahnen.  Weitaus  blickende  Plane  schienen  der  Verwirklichung
  nahe.  Schon  dachte  der  König  daran  in  Wien  das
Gesetz  des  Friedens  vorzuschreiben.  Welches  Gesetz  dies  sein  mochte,
hat  Friedrich  II.  nur  zu  errathen  übrig  gelassen.  Ueber  die  Absicht
  selbst  kann  kein  Zweifel  sein;  denn  er  selbst  hat  sie  an  Maria
Theresia  geschrieben.)

So  standen  die  Sachen  im  Anfange  Juni  1757.  Da  erfolgte
rasch  und  unversehens  der  Umschlag.  Die  Schlacht  bei  Kollin
hemmte  den  Lauf  des  Sieges  und  der  Eroberung.  Um  die  hochfahrenden
  Plane  war  es  geschehen,  und  es  blieb  nur  noch  der
Jammer  des  endlosen  Krieges.  Neue  Schläge  kamen  hinzu.  Der

1)  Preuß.  II.  130.