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„Die  Königin  von  Ungarn,“  fährt  er  fort,  „welche  unaufhörlich
  den  Wiedergewinn  Schlesiens  im  Auge  hatte,  eines  Landes,
welchem  sie  durch  zwei  feierliche  Tractate  entsagt  hatte,  die  Königin
  von  Ungarn,  sage  ich,  hetzte  ganz  Europa  gegen  uns.  Sie
war  im  Bündnisse  mit  England  und  Rußland.  Durch  englische
Guineen  hatte  sie  den  Moscowiten  dahin  gebracht  alle  Jahre  auf
den  Grenzen  von  Liefland  und  Kurland  Ostentation  zu  machen.
Der  König  von  Polen  als  Kurfürst  von  Sachsen  hatte  sich  fest  an
das  Schicksal  des  Hauses  Oestreich  gekettet.“

That  das  bloß  der  Kurfürst  von  Sachsen?  Fand  Friedrich
etwa  die  anderen  deutschen  Fürsten  auf  seiner  Seite?  Wenn  wir
einige  derselben  wirklich  mit  ihm  halten  sehen:  so  fragt  es  sich,
ob  das  eine  Billigung  seiner  Sache  voraussetzt.

„Die  Animosität  des  Kurfürsten  von  Sachsen  gegen  Preußen
war  so  bekannt,  daß  man  nur  auf  Verrath  von  seiner  Seite  gefaßt
  sein  durfte,  d.  h.  so  daß  er  nicht  zuerst  sich  gegen  uns  erklären,
  daß  er  aber  das  erste  Unglück  unsererseits  benutzen  würde,
um  uns  zu  Boden  zu  stoßen.  Dazu  bot  ihm  die  Lage  seines
Landes  alle  Gelegenheit.  Seit  1748  war  ich  während  des  Friedens
bis  zu  dem  gegenwärtigen  Kriege  so  genau  über  alle  Intriguen
dieser  feindlichen  Höfe  unterrichtet,  daß  ich  ihre  ganze  Correspondenz
in  meinen  Händen  hatte.  Dies  ist  klar  und  bewiesen  durch  die
Papiere  zur  Rechtfertigung  meines  Verhaltens,  welche  gedruckt  und
in  Jedermanns  Händen  sind.“

Und  dennoch  diese  weitere  Rechtfertigung?  Warum  denn?
Hatte  etwa  die  erstere  durch  jene  Papiere  nicht  genügt?  Fühlte  der
König  persönlich  selbst  die  Unzulänglichkeit  derselben?

„Sobald  der  Krieg  zwischen  Engländern  und  Franzosen  in
Amerika  begann,  sah  ich  voraus  —“

Warum?

—  „daß  ich  hinein  verwickelt  werden  könne,  und  ich  beschloß

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