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weiß,  wie  diese  Schritte  Beranlassung  wurden  zu  Erörterungen,
welche  den  Krieg  herbeiführten.“

Waren  in  der  That  diese  Schritte  die  Veranlassung?  Waren
in  der  That  die  Rüstungen  der  Kaiserin  Ursache  oder  Wirkung
der  preußischen  Rüstungen?  Bei  der  Beantwortung  dieser  Frage
fällt  als  wesentlichstes  Moment  in  die  Wagschale,  daß  beim  Losbrechen
  Friedrichs  die  Rüstungen  der  Kaiserin  höchst  mangelhaft
waren.

„Sobald  ich  erfuhr,“  fährt  der  König  fort,  „daß  die  östreichischen
  Truppen  in  allen  Provinzen  sich  regten,  schickte  ich  an  Kuyphausen
  Befehl  darüber  mit  Bouillé  zu  sprechen  und  ihn  zu  benachrichtigen,
  daß  sich  in  Deutschland  ein  Gewitter  bilde,  und  daß,
um  es  zu  beschwören,  es  Zeit  wäre  Vorstellungen  zu  machen  bei
dem  Hofe  zu  Wien,  mit  welchem  Frankreich  so  eben  eine  Verbindung
  geschlossen.  Herr  Bouillé  erwiederte  trocken,  daß  Frankreich
sich  in  diese  Angelegenheit  weder  mischen  könne  noch  wolle.“

„Nach  der  ungewissen  und  arroganten  Antwort“  —

Wie  war  denn  die  Frage?  —

„welche  der  Graf  Kaunitz  an  Klinggräf  gab,  sah  ich  mich
zum  Kriege  gezwungen.  Die  Königin  von  Ungarn  hatte  ihn  beschlossen“
  —

Es  fehlt  für  diese  Behauptung  in  dieser  Vertheidigungsschrift
des  Königs  jeglicher  Beweis.

„und  wenn  ich  länger  gewartet  hätte:  so  würde  ich  meinen
Feinden  nur  Zeit  gelassen  haben  sich  völlig  zu  arrangiren.  Ich
mußte  zuvorkommen,  damit  man  nicht  mir  zuvorkam.  Wenn  ich
die  Königin  von  Ungarn  von  Schlesien  her  angriff:  so  fühlte  ich
die  Unmöglichkeit  ihr  großes  Leid  zuzufügen,  und  ich  ließ  in  diesem
Falle  dem  Könige  von  Polen  als  Kurfürsten  von  Sachsen,  meinem
gefährlichsten  Feinde,  die  Zeit  durch  Subsidien  ein  Heer  von
40,000  Mann  zu  errichten.  Wenn  es  übrigens  ein  Mittel  gab  in
Böhmen  Erfolge  zu  erringen:  so  war  dies  von  Sachsen  aus,  wo