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Diese  Hülfe  konnte  allerdings  für  den  König  von  Preußen
nicht  gefährlich  werden,  namentlich  wenn  er  rasch  seine  Erfolge
errang,  wie  er  doch  hoffte.

„Frankreich  hatte  keinen  Vertrag  mit  dem  Könige  von  Polen,
keine  Verbindung  irgend  welcher  Art,  welche  den  französischen  König
bewegen  konnte  jenem  zu  helfen.  Auch  die  Verwandtschaft  ist  nicht
von  Gewicht.  Ludwig  XIV.  hatte  einstmals  Krieg  mit  dem  Herzoge
  von  Savoyen,  dem  Schwiegervater  des  Herzogs  von  Burgund.
  Niemals  haben  die  Bande  des  Blutes  Einfluß  gehabt  auf
die  Politik  der  Könige.  Wie  also  konnte  man  vorhersehen,  daß  die
Thränen  der  Dauphine,  die  Verläumdungen  durch  die  Königin  von
Polen,  die  Lügen  des  Wiener  Hofes  Frankreich  zu  einem  Kriege
bewegen  würden,  der  diametral  den  politischen  Interessen  jenes
Reiches  entgegen  gesetzt  war?  Die  Politik  der  Franzosen  ist  von
alter  Zeit  her  gewesen  im  Norden  einen  mächtigen  Verbündeten
zu  haben,  dessen  Diversionen  ihnen  nützlich  sein  könnten.  Schweden,
welches  früher  Frankreich  diente,  hat  seine  Macht  und  seinen  Einfluß
  in  den  Angelegenheiten  des  Continentes  verloren.  Es  blieb
also  für  Frankreich  nur  Preußen.“

Wir  finden  hier  dieselbe  Anschauung  wieder,  welche  der  König
schon  früher  den  Franzosen  ausgesprochen.  Als  er  1744  mit  dem
Franzosen  Dumesnil  den  neuen  Vertrag  zum  Angriffe  auf  die
Erbstaaten  Oestreichs  abschloß,  sagte  er  zu  diesem:  „Ich  bin  sehr
froh  die  Schweden  zu  ersetzen,  welche  ehemals  die  begünstigten
Verbündeten  von  Frankreich  waren.  Jetzt  ist  das  ein  Körper  ohne
Seele.  Ich  äber  habe  eine  solche,  und  man  wird  damit  zufrieden
sein.“!4)

„Wer  konnte  denken,“  fährt  der  König  fort,  „daß  eine  unerklärliche
  Wendung  der  Dinge  und  die  Ränke  einiger  Waschweiber
Frankreich  dahin  bringen  würden  seine  Interessen  und  das  einzige

)  Flassan:  diplomatie  françgaise.  Paris  1811.  tom.  V.  p.  228.