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wissen  Eifer  an  sie  den  Maßstab  der  bürgerlichen  Moral  zu  legen
pflegt.")

„Wir  arme  Sterbliche!  Die  Welt  urtheilt  über  unser  Verfahren
  nicht  nach  unseren  Beweggründen,  sondern  nach  dem  Erfolge.
Was  denn  bleibt  uns  zu  thun  übrig?  —  Wir  müssen  glücklich
sein.“

Es  ist,  wie  wir  dargethan  zu  haben  glauben,  unser  beständiges
  Bestreben  gewesen  den  König  nicht  nach  den  Erfolgen  seiner
hohen  Feldherrngaben  zu  beurtheilen,  sondern  nach  seinen  Beweggründen,
  weil  er  selbst  also  es  fordert.  Darum  ziehen  wir  auch  hier
diese  noch  einmal  zusammen.  Der  König  betheuert,  daß  er  nach
seiner  politischen  Berechnung  diese  Zahl  der  Feinde  ringsum  nicht
erwarten  durfte.  An  diese  ausgesprochene  Betheuerung  knüpft  sich
mit  innerer  Nothwendigkeit  die  nicht  ausgesprochene,  daß  er,  wenn
er  eine  so  allgemeine  Erhebung  gegen  sich  vorausgesehen,  anders
gehandelt  haben  würde.  Dieses  anders  Handeln  konnte  den  Umständen
  gemäß  nur  darin  bestehen,  daß  er  nicht  Sachsen  überfiel,
nicht  durch  diesen  Ueberfall  den  Frieden  brach,  nicht  durch  diesen
Friedensbruch  die  Zahl  seiner  Feinde  vermehrte,  und  das  drohende
Unwetter  gegen  sich  heraufbeschwor  das  heißt  mit  anderen  Worten:
Friedrich  II.  und  Niemand  anders  als  er  trägt  nach  seiner  eigenen
Darlegung  für  Deutschland  die  Schuld  des  siebenjährigen  Krieges.

Es  gebührt  ihm  die  Anerkennung,  daß  er  mit  erstaunlichem
Geschicke  und  fester  Standhaftigkeit  sich  durch  denselben  hindurchgesteuert
  hat.  Wir  haben  in  kurzen  Zügen  die  Mittel  und  das
Verfahren  anzudeuten,  durch  welche  ihm  das  möglich  wurde.

1)  cf.  Oenv.  XX:  271.  vom  4.  Octbr.  1758.

Kl%%  ber  König  Frichrich  U.  16