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und  kündigen  Sie  ihm  an,  daß  ich  mich  berechtigt  halte  unbedingten
Gehorsam  von  ihm  zu  fordern.  Wenn  Sie  übrigens  bedenken,
daß  Sie  Preußen  sind:  so  werden  Sie  gewiß  Sich  dieses  Vorzuges
  nicht  unwürdig  machen.  Ist  aber  der  Eine  oder  Andere
unter  Ihnen,  der  sich  fürchtet  alle  Gefahren  mit  mir  zu  theilen:
so  kann  er  noch  heute  seinen  Abschied  erhalten,  ohne  von  mir  nur
den  geringsten  Vorwurf  zu  erleiden.“

In  diese  milderen  Worte  hatte  der  König  die  starken  Ausdrücke
  gewandelt,  welche  einer  der  Generale  ihm  vorschlug.  Wie
vorauszusehen,  regte  sich  Niemand.  Dennoch  scheint  es,  daß  der
moralische  Muth,  der  erforderlich  gewesen  wäre,  um  unter  solchen
Umständen  in  einer  solchen  Versammlung  eine  Bitte  des  Abschiedes
hervorzubringen,  in  Wahrheit  stärker  gewesen  sein  müßte,  als  etwa
die  natürliche  Feigheit,  die  einen  solchen  Wunsch  eingegeben  hätte.
Nicht  diese  Erwägung  machte  der  König,  noch  der  Augenzeuge,  der
den  Bericht  erstattet  hat.  Der  König,  meint  dieser,  las  die  Zustimmung
  in  den  Blicken  und  fuhr  fort  mit  freundlichem  Lächeln:

„Schon  im  Voraus  hielt  ich  mich  überzeugt,  daß  keiner  von
Ihnen  mich  verlassen  würde.  Ich  rechne  also  ganz  auf  Ihre  treue
Hülfe  und  den  gewissen  Sieg.  Sollte  ich  bleiben  und  Sie  für
Ihre  mir  geleisteten  Dienste  nicht  belohnen  können:  so  muß  es
das  Vaterland  thun.  Gehen  Sie  nun  ins  Lager,  und  wiederholen
Sie  Ihren  Regimentern,  was  Sie  jetzt  von  mir  gehört  haben.
Das  Regiment  Cavallerie,  welches  nicht  gleich,  wenn  es  befohlen
wird,  sich  unaufhaltsam  in  den  Feind  stürzt,  lasse  ich  gleich  nach
der  Schlacht  absitzen  und  mache  es  zu  einem  Garnison-Regimente.
Das  Bataillon  Infanterie,  das,  es  treffe  worauf  es  wolle,  nur
zu  stocken  anfängt,  verliert  Fahne  und  Säbel,  und  ich  lasse  ihm
die  Borten  von  der  Montirung  abschneiden.  Nun  leben  Sie
wohl,  meine  Herren:  in  kurzem  haben  wir  den  Feind  geschlagen
oder  wir  sehen  uns  nie  wieder.“

Man  sieht,  die  Rede  athmet  Siegesgewisheit.  Auch  zu  Anderen