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derselben  war  vereinzelt,  und  nach  dem  Kriege  sah  er  jede  Ausmerzung
  eines  bürgerlichen  Offizieres  als  einen  Gewinn  für  sein
Heer  an.  Er  selbst  drückte  durch  die  Behandlung,  die  er  den
Soldaten  widerfahren  ließ,  diese  Menschen  hinab  bis  unter  die
letzten  seines  Volkes:  wie  durfte  er  denn  nun  eine  Auregung  des
Ehrgefühles  erwarten,  welches  der  Stock  und  die  Spießruthen
seit  so  langer  Zeit  zu  ertödten  bestrebt  gewesen  waren?  Sein
System  stellte  dem  Soldaten,  der  alles  gethan,  was  zu  thun
in  menschlicher  Macht  stand,  weder  Ehre  noch  Vortheil  in  Aussicht.
Nur  Offiziere  erhielten  nicht  nach  Regel  und  bestimmtem  Gefetze,
sondern  nach  der  jeweiligen  Gnade  des  Königs  im  Falle  der  Verstümmelung
  und  Unfähigkeit  irgend  eine  Versorgung.  Wenn  die
wenigen  Stellen,  die  man  mit  Invaliden  besetzen  konnte,  vergeben
waren:  so  blieb  dem  Verstümmelten  sehr  häufig  nichts  übrig  als
die  Bettelei  an  der  Landstraße.  Viel  besser  mochte  es  immerhin
damals  nirgends  sein;  aber  dies  Verhältnis  drückte  die  preußischen
Soldaten  härter,  als  die  in  anderen  Ländern,  weil  der  Preußen
so  viele  waren.  Nicht  der  Wetteifer  war  es,  welcher  dieses  Heer
zu  so  außerordentlichen  Thaten  befähigte:  es  war  die  Maschinerie
der  Subordination,  des  Gehorsams,  und  das  überlegene  militärische
Talent  des  Königs.  «

Diese  Ansicht,  weil  sie  in  einigem  Widerspruche  steht  mit  der
traditionell  hergebrachten,  könnte  bedenklich  erscheinen,  wenn  sie  nur
aus  der  späten  Reflexion  über  längst  vergangene  Zustände  geschöpft
erschiene.  Wir  haben  uns  daher  nach  einem  Zeugen  für  dieselbe
umzusehen.  In  den  Ländern  des  Preußenkönigs  selbst  dürfen  wir
nicht  einen  solchen  suchen;  denn  bei  dem  erstaunlichen  Mangel  an
allem  wahren  Selbstgefühl  unter  Friedrich  II.  hätte  keiner  gewagt
anderer  Meinung  zu  sein,  als  der  Herr  und  Meister.  Friedrich  II.
hatte  indessen  für  die  Franzosen  immer  so  viel  Rücksicht  ihnen  auch
ein  freieres  Wort  über  seine  Einrichtungen  nicht  so  übel  zu  nehmen,
als  wenn  dasselbe  von  seinen  eigenen  Unterthanen  sausgegangen