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ziehen  vor  denselben  mit  den  Worten  eines  Lobredners  des  Königs
zu  berichten.

Sachsen  mußte  zur  Ergänzung  der  preußischen  Armee  das
meiste  beitragen,  weil  der  König  wegen  der  bemerkten  halsstarrigen
Abneigung  es  nicht  weiter  schonen  und  zugleich  den  Feinden  alle
Unterhaltungsmittel  daraus  entziehen  wollte.  Es  mußte  im  Jahre
1759  zehntausend  Rekruten  stellen,  zwei  Millionen  Thaler  Brandschatzung
  bezahlen,  einige  hunderttausend  Scheffel  Getreide  und
viele  tausend  Pferde  und  anderes  Vieh  liefern.  Die  Pächter  mußten
ihre  Pachtgelder  ein  Jahr  im  Voraus  bezahlen.  Man  schlug  viele
Waldungen  nieder,  um  durch  den  Verkauf  des  Holzes  die  Einkünfte
  zu  erhöhen.  So  oft  den  Einwohnern  in  den  benachbarten
Provinzen  des  Königs  von  den  Feinden  an  Brücken  und  anderen
Holzgebäuden  Schaden  geschehen  war,  hatten  sie  die  Erlaubnis  die
Einbuße  aus  den  sächsischen  Ländern  zu  ersetzen  und  so  viel  Holz
aus  den  dortigen  Waldungen  zu  nehmen,  als  der  Wiederaufban
der  Brücken  u.  s.  w.  forderte.  Es  war  das  vom  Könige  zugelassen,
  sagt  sein  Lobredner,  weil  er  die  Sachsen  für  die  Urheber
und  die  Triebfedern  des  ganzen  Krieges  hielt,  und  weil  er  darum
wollte,  daß  sie  vorzüglich  das  Kriegsübel  empfinden,  oder  wenigstens
  sich  dabei  nicht  besser  als  seine  eigenen  Unterthanen  befinden
sollten.  Leipzig  hauptsächlich  stand  im  Verdachte  einer  allzu  starken
Ergebenheit  an  Oestreich  und  eines  geheimen  Hasses  gegen  Preußen.
Es  wurde  der  Stadt  die  Summe  von  acht  Tonnen  Goldes  aufgelegt.
  Man  setzte  die  Rathsherren  und  einige  reiche  Kaufleute
auf  den  Trozer,  und  ließ  sie  da  ohne  Betten,  Feuer  und  Licht  so
lange  sitzen,  bis  die  Hälfte  der  Summe  bezahlt  war.  Der  wachhabende
  Offizier  erhielt  für  seine  Gelindigkeit  noch  ein  Geschenk
von  tausend  Thalern.  —  Also  der  Lobredner.

Wie  Leipzig,  wurden  damals  auch  die  anderen  Städte  in
Sachsen  und  Thüringen  behandelt.  Erfurt  lieferte  100,000  Thlr.,
400  Rekruten  und  500  Pferde,  Naumburg  200,000  Thlr.  Die