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der  Hand  versprochen  die  schlechten  Münzen  in  Polen  einzulassen:
wenigstens  soll  an  den  Grenzen  keine  Visitation  mehr  statt  finden.
Deshalb  will  der  König  die  Münzen,  die  in  Polen  nicht  verrufen
sind,  in  großer  Zahl  ausprägen  lassen,  mit  geringem  Gehalte,  aber
gutem  Gepräge  nach  den  russischen  und  Danziger  Stempeln,  damit
sie  von  den  anderen  nicht  zu  unterscheiden  sind.  Diese  Münzen
von  geringem  Gehalte  und  gutem  Gepräge  sollen  gebraucht  werden
  zum  Einkaufe  von  Pferden  und  Getreide  in  Polen.  Die  Münzen
  zu  Berlin,  Breslau,  Magdeburg  sollen  stark  arbeiten.  Es
muß  geprägt  werden  Tag  und  Nacht,  „und  ihr  sollt  pflichtmäßig
dahin  sehen,  daß  ich  einige  100,000  Thlr.  am  Schlagschatze  bekomme.“
Man  soll  sogleich  anfangen  vorläufig  mit  100,000  Mark  fein.

Die  Polen  waren  nicht  die  Unterthanen  des  Königs.  Er
wollte  von  ihnen  kaufen,  wie  ein  Nachbar  von  dem  andern  kauft,
und  das  also  Gekaufte  wollte  er  bezahlen  mit  diesem  Gelde.

Friedrich  selbst  behauptet  am  Schlusse  seiner  Geschichte  des
siebenjährigen  Krieges,  daß  diese  Finanz-Operation  —  er  meint
nicht  bloß  diese  letzte  gegen  die  Polen,  sondern  im  Allgemeinen  —
für  ihn  eines  der  wirksamsten  Mittel  gewesen  sei  sich  durch  diesen
Krieg  zu  helfen.  Dies  ist  nicht  zu  bezweifeln.  Er  spricht  dort
den  Wunsch  aus,  daß  der  Himmel,  wenn  anders  die  Vorsehung
ihre  Blicke  auf  menschliche  Armseligkeiten  herabsenke,  seine  Nachkommen
  vor  solchem  Unglücke  und  solcher  Trübsal  bewahren  wolle,
damit  sie  nie  gezwungen  würden  ihre  Zuflucht  zu  den  gewaltsamen
und  traurigen  Hülfsmitteln  zu  nehmen,  deren  er  sich  zu  bedienen
genöthigt  gewesen  sei,  um  den  Staat  gegen  den  eroberungssüchtigen
  Haß  der  europäischen  Fürsten  zu  erhalten.  Wir  haben  auf
diesen  frommen  Wunsch  weniger  unsere  Aufmerksamkeit  zu  richten,
als  auf  die  Frage,  ob  der  König  erst  in  der  Noth  des  Krieges,
bei  der  Erschöpfung  seiner  Hülfsmittel,  seines  gesammelten  Schatzes
zu  diesem  verzweifelten  Bruche  des  öffentlichen  Vertrauens  gekommen
  sei,  oder  schon  früher  denselben  erwogen  habe.