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Schon  im  Jahre  1755  traf  der  König  Vorbereitungen.  Er
schloß  mit  einigen  Juden  Contracte  wegen  Uebernahme  der  Ausprögung
  von  Landesscheidemünze.  Dann  glaubte  er,  der  Contract
sei  ihm  schädlich.  Deshalb  cassirte  er  als  souveräner  Herr  seines
Thuns  und  Lassens  denselben,  und  gab  nun  sämmtliche  Münzstätten
  in  die  Hände  von  Moses  Gumpertz,  Moses  Isaak  und
Daniel  Itzig  1).  Es  war  dabei  seine  Absicht,  sagen  seine  Verehrer,
  den  Krieg  mit  geringerem  Aufwande  von  edlen  Metallen
im  Auslande  zu  führen.  Der  Jude  Ephraim  brachte  es  dahin,
daß  bei  der  Besitzuahme  von  Sachsen  ihm  dort  die  Münze  übertragen
  ward.  Die  Dukaten  stiegen  bis  auf  den  Werth  von  neun
Thalern  des  ephraimitischen  Geldes.  Also  fiel  auf  Ephraim  und
Genossen  der  Vorwurf;  allein  die  Münzen  trugen  nicht  das  Bild
Ephraims.  Der  Volkswitz  zeichnete  sie  mit  den  Worten:

Von  außen  schön,  von  innen  schlimm,
Von  außen  Frlederich,  von  innen  Ephraim.

Und  nun  ist  es  unsere  Pflicht  noch  einmal  zurückzukehren  zu
der  angeregten  Frage:  wer  der  Urheber  des  schauerlichen  Krieges
sei.  Friedrich  hat  seine  Münzcontracte  mit  den  Juden  begonnen
im  Jahre  1755,  zu  einer  Zeit,  wo  nur  erst  Franzosen  und  Engländer
  in  fernen  Welttheilen  anfingen  feindlich  einander  zu  beobachten,
  wo  ein  Krieg  dieser  Nationen  noch  sehr  wohl  zu  vermeiden
  war,  wenn  nicht  die  Engländer  im  Bewußtsein  ihrer  Ueberlegenheit
  zur  See,  und  darum  in  der  Hoffnung  auf  reichen  Gewinn
die  Feindseligkeiten  gewollt  hätten.  Damals  als  für  Deutschland
auch  noch  nicht  entfernt  die  Möglichkeit  auftauchte,  wie  es  in  diesen
Brand  verwickelt  werden  könnte,  ging  der  preußische  König  über
seine  gewöhnlichen  Vorbereitungen  des  Einsammelns  in  den  Schatz
weit  hinaus.  Damals  schon  traf  er  Maßregeln,  die  nur  Anwen-1)

  Preuß.  II.  389.