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er  eine  Tragödie  voll  Wirrwarr  gemacht,  den  Gott  der  Maschine
herbei  beschwört,  um  eine  Entwickelung  zu  finden.  Der  Kaiser  von
Rußland  thut  Wunder.  Wir  werden  mit  diesem  Manne  weit
kommen.  Er  ist  fähig  die  Halsstarrigen  zum  Frieden  zu  zwingen.
Ich  glaube,  daß  der  Himmel  ihn  hat  geboren  werden  lassen,  um
der  Welt  zu  zeigen,  daß  die  Tugend  auch  mit  dem  Throne  verträglich
  sein  kann.“  Peter  wollte  in  der  That  mehr  als  den  Frieden
  mit  dem  preußischen  Könige.  Er  wollte  ein  Bündnis  dazu,
und  bot  seine  Hülfe  an.  Eine  günstige  Nachricht  folgte  der  anderen,
wie  aus  Petersburg,  so  auch  aus  Constantinopel.  „Eine  der  Frauen
des  Sultaus,“  also  schreibt  der  König  Friedrich  1),  „hat  ein  Kind
bekommen,  und,  so  viel  ich  urtheilen  kann,  stehen  unsere  Sachen.
gut.  Wir  haben  nun  nur  noch  um  einen  Streifen  Bodens  mehr
oder  weniger  zu  kämpfen,  und  es  verlohnt  sich  nicht  der  Mühe
sich  um  solche  Kleinigkeiten  die  Hälse  zu  brechen.“

Es  ist  merkwürdig,  wie  rasch  der  König  von  den  Klagen  der
Verzweiflung  sich  zum  Uebermuthe  wendet  gegen  den  Mann,  der
von  Natur  und  durch  eigene  Befähigung  die  zuverlässigste  Stütze
des  Königs  gewesen  ist.  Friedrich  meldet  seinem  Bruder  Heinrich,
daß  er  ihm  einen  Major  Anhalt  schicken  wolle  mit  dem  Befehle
an  die  Generale  ihre  Pflicht  zu  thun.  Zwei  Tage  später  schickt
der  König  einen  anderen  nicht  erhaltenen  Brief,  der,  wie  es  scheint,
noch  kränkender  gewesen  sein  muß.  Heinrich  erwiedert  entrüstet:!)
„Diese  Briefe  und  der  letzte  Mangel  an  Zuneigung  lassen  mich
wohl  erkennen,  welchem  Geschicke  ich  diese  sechs  Jahre  des  Krieges
geopfert.“  Der  König  scheint  nicht  einmal  geahnt  zu  haben,  wie  sehr
er  seinen  Bruder  beleidigt.  Es  sind  zwei  Briefe  des  Königs  an  den
Bruder  da  vom  3.  April  1762.  Der  erste  meldet  allerlei  Neues,  ganz
unbefangen,  als  wenn  nichts  vorgefallen  wäre.  Nach  dem  Schreiben
desselben  empfängt  der  König  jene  heftige  Beschwerde  Heinrichs  vom

1)  Oeuv.  XXVI.  p.  238.  —  2)  a.  a.  O.  p.  241.