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Neufchatel  kommen  ließ.  Der  König  gab  ihm  68,000  Thlr.  Huguenin
  entwich  im  Jahre  1775,  und  die  Fabrik  ward  von  einem
anderen  Genfer,  Namens  Truitte  fortgesetzt,  der  abermals  36,000
Thlr.  erhielt.  Weiter  gab  der  König  ihm  37,000  Thlr.  zur  Errichtung
  einer  anderen  Uhrenfabrik  in  Friedrichsthal.  Truitte  starb
1783  insolvent.  Aus  dem  Verkaufe  wurden  31,000  Thlr.  gezogen,
die  der  König  einem  neuen  Fabrikanten  überließ.  Dieser  konnte
wieder  nicht  bestehen,  und  der  König  gab  6000  Thlr.  her.  Der
abermalige  Schiffbruch  zog  sich  hin  bis  nach  dem  Tode  des  Königs.

Auf  diese  Weise  wurde  ähnlich  wie  bei  der  Ansetzung  von  Colonisten
  das  Geld  des  kargen  Königs  vergeudet.  Da  er  immer
wieder  bereit  war  zu  solchen  Unterstützungen:  so  ist  mit  Sicherheit
anzunehmen,  daß  ihm  niemals  die  volle  Wahrheit  dieser  Dinge
aufgegangen  ist.  Für  die  Blüthe  der  Porzellanfabrik,  die  er  unmittelbar
  selbst  gründete,  machte  er  sämmtliche  Inden  seines
Staates  tributpflichtig,  indem  sie  gezwungen  wurden  bei  ihrer
Heirath  für  einige  hundert  Thaler  Porzellan  zu  kaufen,  nicht  nach
freier  Auswahl,  sondern  nach  derjenigen  der  Verwaltung.  Dennoch
  ging  auch  sie  den  Krebsgang.  Und  dasselbe  geschah  mit  allen
anderen  Fabriken.  Die  Privilegien,  die  sie  erhielten,  übten  argen
Druck  auf  die  anderen  Unterthanen,  und  dennoch  konnten  wenige
von  ihnen  bestehen,  noch  viel  weniger  fremdes  Geld  in  das  Land
des  Königs  ziehen.

Was  für  die  Fabriken,  das  galt  auch  für  den  Handel.  Wie
jene  ausschließende  Privilegien  erhielten:  so  wollte  Friedrich  auch
aus  dem  Handel  die  größten  Vortheile  ziehen  vermittelst  der  Monopole.
  Er  hatte  eine  Vorliebe  den  Handel  an  Gesellschaften,  an
Compagnien  zu  binden.  Und  in  Wahrheit  faßte  er  in  dieser  Beziehung
  weitreichende  Entwürfe.  Wir  haben  einen  besonders  lehrreichen
  Fall  dieser  Art  genauer  zu  erwägen.

Der  König  hoffte  das  Geld,  welches  für  Thee  aus  dem  Lande
ging,  darin  erhalten  zu  können  durch  die  Stiftung  einer  neuen