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Und  wie  viel  erhielt  von  diesen  80  Prozent  der  König  in  seinen
Kriegesschatz?  Dies  Verhältnis  wurde,  wie  in  der  Regel,  nie
bekannt.

Der  König  fand  diese  Einrichtung  gut  und  vortheilhaft.  Besser
jedoch  erschien  es,  wenn  er  selbst  den  ganzen  Nutzen  ziehe,  und
zwar  nicht  bloß  von  Berlin  und  Potsdam,  sondern  von  seinem
ganzen  Lande.  Das  Privilegium  lief  bis  1787.  Zwei  Jahre  vorher
übernahm  der  König  das  Monopol  für  eigene  Rechnung,  indem
er  eine  Accise  auf  alles  Brennholz  in  seinen  Staaten  legte.  Mehre
Provinzen  kauften  sich  durch  eine  jährliche  Summe  los.

In  diesen  ersten  Jahren  nach  dem  Kriege  drängt  sich  ein  bedeutendes
  Monopol,  eine  Finanzeinrichtung  an  die  andere.  Wir
haben  dieselben  zu  dem  Zwecke  eines  begründeten  Urtheiles  über
die  Ansichten  der  damaligen  Menschen  noch  weiter  zu  erörtern.

Wie  eine  ostindische  Compagnie,  so  gründete  der  König  1765
zu  Emden  auch  eine  levantische  Compagnie.  1)  Abermals  stand
ein  Franzose  an  der  Spitze,  ein  gewisser  Clément,  nicht  durch
Wahl  der  Betheiligten,  sondern  auf  Befehl  des  Königs,  der  ihm
nicht  bloß  einen  reichlichen  Gehalt  bestimmte,  sondern  ihn  unabsetzbar
  machte,  als  im  Falle  erwiesener  Untreue.  Dennoch  wurden
die  Actien  zum  Belaufe  einer  Million  Thaler  gezeichnet;  denn  die
in  Aussicht  gestellten  Vortheile  der  Compagnie  waren  gar  zu  groß.
Der  König  sicherte  dieser  Compagnie  den  ausschließlichen  Handel
nach  der  Levante,  ferner  die  Einfuhr  aller  rohen  oder  gesponnenen
Baumwolle,  die  Einfuhr  der  Südfrüchte.  Mithin  wurde  abermals
  das  Gewerbe  aller  derjenigen  Menschen,  die  bislang  von  der
Einfuhr  und  dem  Verkaufe  dieser  Dinge  gelebt  hatten,  rücksichtslos
  zerstört.  Auch  von  dieser  Compagnie  ist  es  nie  bekannt  geworden,
  wie  viel  sie  dem  Könige  in  seinen  Kriegesschatz  zahlte.

1)  Mir.  u.  Mauv.  II.  75.  Ueber  das  Lokale  vgl.  m.  Geschichte  von  Ostfriesland
  von  1744  —1815.  S.  80.
Klopp,  der  König  Friedrich  U.  21