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Doann  kam  die  Bank.  )  Man  hatte  dem  Könige  gesagt,
daß  die  Londoner  Bank  die  Hauptquelle  des  Flors  von  England
wäre.  Demgemäß  dachte  er:  eine  Bank  in  Berlin  könne  vielleicht
dieselbe  Wirkung  thun.  Er  wandte  sich  an  den  Obersten  Quintus
Icilius,  und  verlangte  von  diesem  den  Entwurf  zu  einer  Bank.
Der  Oberst  wiederum  wandte  sich  an  den  Berliner  Kaufmann  Gotskowsky.
  Auch  dieser  wußte  nicht  recht,  wie  das  Ding  zu  machen
sei.  Er  bat  einen  Hamburger  Geschäftsfreund  um  Rath.  Der
Hamburger  machte  einen  Entwurf,  und  schickte  seinen  Bruder,
einen  Advokaten,  mit  demselben  nach  Berlin.  Sollte  man  uun
aber  dem  Könige  dies  kostbare  Machwerk  umsonst  hingeben?  Quintus
  Icilius  berichtete:  der  herrliche  Entwurf  enthalte  das  Geheimnis
  des  Mechanismus  aller  Banken.  Man  könne  das  Papier
um  keine  geringere  Summe  haben,  als  um  25,000  Thlr.  Uebrigens
  werde  das  dem  Könige  nichts  kosten;  denn  diese  Summe
könne  sofort  von  dem  Einbringen  des  Giro  erhoben  werden.  Das
leuchtete  ein.  Die  Bank  ward  errichtet,  und  der  König  gab  die
ausdrückliche  Versicherung,  daß  weder  er,  noch  seine  Nachfolger
jemals  das  Capital  der  Bank  angreifen  würden.

Ob  eine  solche  Versicherung  geeignet  sein  mochte  das  Vertrauen
  zu  der  Bank  zu  erhöhen?

Die  Geschäfte  derselben  waren  höchst  unbedeutend,  und  es
erschien  bald  nöthig  die  Sache  anders  einzurichten.  Der  Italiener
Calzabigi,  der  Begründer  des  Lotto,  verfaßte  ein  Jahr  nachher
einen  anderen  Entwurf.  Das  Wesen  desselben  war  der  Bankzwang,
  die  Vermittelung  aller  Zahlungen  über  150  Thlr.  durch  die
Bank.  Furcht  und  Entsetzen  ergriff  die  Kaufleute;  doch  —  wir
ziehen  es  vor  später  die  Ansicht  der  Minister  Friedrichs  über  diesen
Bankzwang  zu  vernehmen.

Auch  das  Postwesen  sollte  mehr  aufbringen.  Der  König  stellte

1)  Mir.  u.  Mauv.  II.  163.