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an  die  Spitze  drei  Franzosen,  welche  sofort  die  Taxen  erhöhten.  9
Es  war  Gesindel,  wie  es  so  häufig  sich  traf.  Noch  vor  Ablauf
desselben  Jahres  1766  sah  sich  der  König  genöthigt  dem  einen  der
drei  Häupter  wegen  allerlei  Schändlichkeiten  den  Befehl  zuzusenden,
daß  er  binnen  24  Stunden  Berlin  verlasse.  Der  Nachfolger  ward
im  Laufe  des  nächsten  Jahres  abgesetzt.  Das  Haupt  selbst  entzog
sich  der  gerichtlichen  Untersuchung  durch  die  Flucht.  Aber  die  Taxen
blieben.  Nirgends  reiste  man  kostspieliger  und  beschwerlicher,  als
in  den  Ländern  des  Königs  von  Preußen.  Andere  Regierungen
besaßen  für  den  Postzwang,  den  sie  übten,  wenigstens  die  Menschlichkeit
  die  auf  die  Achse  genagelten  Wagenkasten  mit  einem  Zeltdache
  zu  überspannen.  In  den  preußischen  Staaten  fuhr  man
unter  freiem  Himmel  daher.  Das  Briefporto  war  nirgends  so
hoch,  wie  dort.

Solche  Vermehrungen  der  Einkünfte  griffen  indessen  nicht
gründlich  durch.  Es  trat  noch  eine  andere  ins  Leben,  die  schrecklichste
  von  allen,  weil  Niemand  sich  ihr  entziehen  konnte,  weil  jeder
Einzelne  ihr  ausgesetzt  war  an  jedem  Orte  und  in  jeder  Stunde
seines  Lebens.

Schon  seit  Friedrich  Wilhelm  I.  wurden  in  den  preußischen
Ländern  die  indirekten  Abgaben  mit  der  größten  Strenge  beigetrieben.
  Nicht  anders  ja  läßt  es  sich  von  der  strengen  Sparsamkeit
  dieses  Königs  erwarten.  Dennoch  ist  es  denkbar,  daß  mancher
Unterschleif  vorkommen  mochte.  2)  Friedrich  II.  glaubte,  daß  sich
aus  diesen  Steuern  mehr  machen  lassen  müsse.  Er  trug  seinen
Ministern  diese  Ansicht  vor;  aber  er  traf  auf  Widerstand.  Damals
  befand  sich  bei  dem  Könige  der  französische  Schriftsteller
Helvetius,  der  als  Generalpächter  der  französischen  Regie  bereits
im  Lebensalter  von  25  Jahren  ein  Einkommen  von  100,000  Thlr.

1)  Preuß.  III.  21.  Mir.  u.  Mauv.  II.  237.  —  2)  Preuß:  Urkundenbuch
III  p.  3  ff.
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