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Prozent  steigt.  Die  Minister  betonen:  es  ist  schlechterdings  wider
die  Natur  alles  Handels  einen  Kaufmann  zwingen  zu  wollen,  daß
er  seine  Waaren  kauft  bei  einem  bestimmten  Comtoire.  Der  Handel
erfordert  die  natürliche  Freiheit,  daß  es  einem  Kaufmanne  gestattet
sein  muß  seine  Waaren  von  dem  Manne  seines  Vertrauens  zu
kaufen.  Aus  dem  Berichte  der  Minister  geht  sogar  die  fast  un—
glaubliche  Thatsache  hervor,  daß  der  König  auch  auswärtige  Kaufleute,
  welche  etwa  ihre  Waaren  durch  sein  Gebiet  gehen  lassen
müssen,  vermittelst  der  Zölle  hat  zwingen  wollen  bei  dem  Hause
zu  kaufen,  welchem  er  die  Octroi  des  Alleinhandels  verliehen.

Nachdem  sie  also  sich  den  Weg  gebahnt,  stellen  die  Minister
ihren  Satz  allgemein  hin:  „Alle  die  verschiedenen  eingeführten
Monopole  sind  dem  Handel  höchst  schädlich.“  Besonders  heben  sie
das  Tabaksmonopol  hervor,  und  schildern  die  unzähligen  Nachtheile.
  An  die  Regie  wagen  sie  sich  nur  von  fern.  Sie  sind  nicht
der  Meinung,  daß  Brot  und  Covent  für  die  Unterthanen  des
Königs  von  Preußen  genüge.  Da  die  Erhöhung,  sagen  sie,  der
Abgaben  vom  Getränke  und  Fleische  mehr  beträgt,  als  die  aufgehobenen
  Abgaben  vom  Brote:  so  muß  das  Arbeitslohn  in  die  Höhe
getrieben  werden.  Sie  wagen  nicht  mehr  darüber  zu  sagen,  sondern
überlassen  es  der  Beurtheilung  des  Königs.

Sie  weisen  nach,  wie  schon  früher  in  Folge  der  erhöheten
Zölle  der  Transithandel  abgenommen.  Doch  habe  er  sich  noch
gehalten  bis  1764,  wo  abermals  eine  neue  Erhöhung  eingetreten.
Seitdem  höre  er  auf.  Der  Handel  von  Hamburg  ins  Innere  des
Reiches  gehe  den  Umweg  über  Lüneburg  und  Braunschweig,  und
vermeide  das  preußische  Gebiet.  Und  ähnlich  stehe  es  mit  der
Messe  zu  Frankfurt  aO.  Seitdem  die  Waaren  von  Polen  und
Sachsen  mit  Durchgangszöllen  von  8  bis  30  Prozent  belegt  sind,
haben  die  polnischen  Juden,  die  den  Meßverkehr  von  Frankfurt
bedingen,  seit  zwei  Jahren  angefangen  sich  nach  Leipzig  zu  wenden.
Die  Regierungen  von  Sachsen  und  Oestreich  bieten  die  Hand.