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Verschwendung  gibt:  so  ahmen  seine  Unterthanen  ihm  nach.  Auszeichnungen
  müssen  allein  für  Verdienste  und  nicht  für  Reichthümer
gegeben  werden.  Weil  man  in  Frankreich  dies  Prinzip  nicht  beobachtet
  hat:  so  sind  die  Sitten  verdorben.  Da  der  Krieg  ein
Strudel  ist,  welcher  die  Menschen  verschlingt:  so  muß  man  die
Augen  darauf  haben,  daß  das  Land  sich  möglichst  bevölkere.  Dadurch
  wird  es  auch  besser  bebaut,  und  die  Eigenthümer  stehen  sich
günstiger.  Ich  glaube  nicht,  daß  man  in  diesem  Lande  jemals  sich
überreden  lassen  darf  eine  Kriegsmarine  zu  bauen.  Meine  Gründe
sind:  es  gibt  in  Europa  große  Marinen:  die  englische,  die  französische,
  die  spanische,  die  dänische  und  die  russische.  Wir  können
es  nie  ihnen  gleich  thun.  Also  werden  wir  mit  einigen  Schiffen
immer  schwächer  sein,  als  sie,  und  die  Ausgabe  ist  unnütz.  Das
Geld,  welches  die  Marine  uns  kosten  würde,  müßte  von  unseren
Landtruppen  genommen  werden.  Das  Land  ist  nicht  volkreich  genug,
um  zugleich  Soldaten  und  Matrosen  herzugeben.  Da  ferner  Seeschlachten
  selten  entscheidend  sind:  so  ist  es  vortheilhafter  das  beste
Landheer  zu  haben,  als  die  schlechteste  Flotte.“

Weil  der  König  so  argumentirte:  so  blieben  die  seefahrenden
seiner  Unterthanen  mit  seiner  Flagge  nach  wie  vor  auf  allen  Meeren
dem  Uebermuthe  eines  Jeden  preis  gegeben,  der  eine  Kanone  an
Bord  hatte.  Der  König  vergaß,  daß  aus  der  Pflicht  des  Steuerzahlens
  auch  ein  Recht  auf  Schutz  erwachse.  Indessen,  er  hatte  ja
Anderes  im  Sinne.

„Die  Politik  muß  ausschauen,  um  die  günstige  Gelegenheit  zu
ergreifen.  Deshalb  muß  Geld  im  Vorrathe  sein,  damit  die  Regierung
  bereit  sei  zu  handeln,  sobald  politische  Gründe  den  Moment
ergeben.  Der  Krieg  selbst  muß  nach  den  Grundsätzen  der  Politik
geführt  werden,  um  dem  Feinde  die  blutigsten  Schläge  beizubringen.
Die  großen  Feldzugsplane  gelingen  nicht  immer;  aber  wenn  sie  ausgedehnt
  sind:  so  erfolgt  daraus  immer  mehr  Vortheil,  als  aus  den
kleinen  Projekten  der  Einnahme  einer  Festung  auf  der  Grenze.“