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Er  hatte,  wie  es  scheint,  in  Betreff  des  Religionspunktes  zu
dieser  Dame  mehr  Vertrauen  als  zu  dem  Vater.  Doch  war  er
so  vorsichtig  im  Voraus  ihr  zu  erzählen,  wie  er  früher  so  viele
Mühe  gehabt,  um  die  Scrupel  des  Fürsten  von  Zerbst  über  die
griechische  Religion  zu  beruhigen,  wie  er  nur  durch  die  Dummheit
dieses  Prinzen  zum  Ziele  gekommen.  „Das  hat  aber  gemacht,  daß
seine  Tochter  gegenwärtig  die  Kaiserin  von  Rußland  ist.  Sie
sehen,  Madame,  wodurch  oft  der  Anfang  der  größten  Fortune  bedingt
  wird.“

Wenn  vielleicht  die  Landgräfin  bisher  noch  nicht  auf  der  Höhe
der  Philosophie  stand:  so  schwang  sie  sich  bei  solchem  Anerbieten
leicht  dazu  empor.  „Die  Bedingung  der  griechischen  Religion,"
sagt  sie,  „erschreckt  mich  nicht  im  Mindesten.  Ich  bin  der  Einwilligung
  des  Landgrafen  sicher.  Ich  habe  ihn  über  diesen  Punkt
sondirt.  Allerdings  habe  ich  ihm  noch  nicht  gesagt,  daß,  um  mit
dem  Fürsten  von  Zerbst  zu  reden,  seine  Tochter  griechisch  werden
solle;  aber  ich  habe  Ursache  zu  glauben,  daß  in  Rücksicht  auf  die
Vortheile,  die  er  sich  von  dieser  Verbindung  verspricht,  er  ihr  den
Schritt  verzeihen  wird,  der  bis  nach  der  Abreise  unbekannt  bleiben
kann.“  Die  Antwort  erfreut  den  König  sehr.  Er  erzählt  ihr  noch
einmal  die  ganze  Geschichte  von  der  Starrköpfigkeit  des  Anhalter
Fürsten,  wie  er  endlich  einen  Geistlichen  so  gefällig  gefunden  habe
dem  Fürsten  zu  beweisen,  daß  der  griechische  Ritus  demjenigen  der
Lutheraner  ganz  gleich  wäre.  Da  habe  dann  der  Fürst  unaufhörlich
vor  sich  hingesprochen:  Lutherisch  griechisch,  griechisch  lutherisch:  das
gehet  an.  „Nach  einigen  weiteren  Possen  und  Miseren  von  gleicher
Art  reiste  seine  Tochter  nach  Rußland.“  Der  König  wünscht,  daß
auch  dies  Mal  die  dunkelen  Geschicke  seinen  Wünschen  entsprechen.
Er  fügt  hinzu,  daß  seine  maquerellage  hinreichend  belohnt  sein
werde  durch  einen  Besuch  der  Landgräfin.

Diese  Dame  hat  nun  doch  einige  Zweifel.  Der  König  beruhigt
  sie.  Nur  dreierlei  sei  wichtig:  sanftes  Wesen,  eine  honette