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die  Kinder  lutherisch,  mit  einer  Griechin  dazwischen:  diese  Familie
wird  die  Einigkeit  der  verschiedenen  Sekten  der  Chriftenheit  darstellen.“


Der  König  fühlt  sich  hoch  erfreut,  daß  alles  so  wohl  gelingt.
Der  Prinz  Heinrich  ist  die  Seele  des  Bündnisses  zwischen  Rußland
  und  Preußen.  Friedrich  II.  ist  ihm  sehr  dankbar.  „Der
Himmel  möge  auf  Sie  alle  Segnungen  ergießen,  welche  ich  wünsche;
denn  das  Vertrauen  der  Czarin  zu  Ihnen  ist  das  sicherste  Band
der  Einigung  zwischen  Russen  und  Preußen.  Wenn  es  geschehen
sollte,  daß  Jemand,  den  ich  nicht  nenne,  irgend  eine  Thorheit
beginge:  so  werden  Sie  immer  im  Stande  sein  die  Dinge  wieder
in  Ordnung  zu  bringen.“

Die  Nichte  von  Mümpelgard  eilt  herbei.  Der  Großfürst  kommt
zur  Brautschau.  Alles  wird  aufgeboten.  In  allen  Dörfern  bringen
  die  jungen  Mädchen  ihm  Blumen  dar,  in  den  Städten  hat
man  Leute  hinzugefügt,  welche  Vivat  rufen.  Alles  das  bringt  die
beste  Wirkung  hervor.  )

Waren  denn  die  deutschen  Länder,  welche  dem  Könige  von
Preußen  gehorchten,  welche  täglich  mehr  dem  Bewußtsein  ihrer
Zusammengehörigkeit  mit  dem  deutschen  Reiche  entfremdet  wurden,
darum  schon  zu  einer  Satrapie  von  Rußland  hinabgesunken?

Der  König  hat  noch  die  Sorge,  daß  in  Berlin  nicht  Leute
genug  zusammen  kommen.  Die  Sorge  ist  unnütz.  Das  Volk
strömt  massenweise  herzu.  Es  will  den  großen  Triumphbogen
sehen,  den  der  König  hat  erbauen  lassen.  Auch  schreit  man  Hurrah.
Alles  geht  gut.  Der  König  hofft  die  Allianz  mit  Rußland  bis
1790  verlängern  zu  können.  Das  ist  drückend  für  die  Oestreicher,
meint  er.  „Sie  können  darauf  rechnen,“  fügt  er  hinzu,  2)  „daß
die  Oestreicher  nur  meinen  Abgang  erwarten,  um  ihre  Maschinen
spielen  zu  lassen.“

1)  Oeuv.  XXVI.  385.  —  2)  a.  a.  O.  387.
Klopp,  der  König  Friledrich  II.  23