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und  Rußland.  Auf  Frankreich  und  Rußland  gestützt  können  wir
an  unser  wahres  Interesse  denken.“

Freilich,  nur  daß  dies  wahre  Interesse,  welches  des  Hereinziehens
  der  Mächte  Frankreich  und  Rußland  bedurfte,  der  Natur
der  Sache  gemäß  im  schneidenden  Widerspruche  mit  den  Interessen
der  deutschen  Nation  stand.

Immer  günstiger  wird  die  Lage  der  Dinge  in  Frankreich.
Am  24.  Februar  meldet  der  König:  „Frankreich  erklärt  sich  offen
für  uns  und  wird  kräftig  handeln.  Die  Oestreicher  wissen  nichts
davon,  daß  wir  und  Frankreich  einig  sind.  Ferner  erbietet  sich
Sardinien  eine  Diversion  in  Mailand  zu  machen.  Sie  sehen,
mein  Bruder,  daß  die  Oestreicher  von  allen  Seiten  in  die  Klemme
gerathen  werden,  und  Sie  begreifen,  daß,  wenn  wir  mit  Frankreich
  und  Sardinien  uns  geeinigt  haben,  alle  Erbietungen  des
Hofes  von  Wien  zu  spät  kommen  werden.  So  ist  die  gegenwärtige
  Lage,  und  sie  ist  für  uns  nicht  schlecht.“  „Ich  glaube  gern,“
setzt  er  hinzu,  „daß  die  Kaiserin-Königin  den  Frieden  will.  Sie
möchte  gern  friedliche  Eroberungen  haben,  die  ihr  nichts  kosten.“

Wenn  also,  wie  der  König  hier  sagt,  Maria  Theresia  abermals
  nur  den  Frieden  wollte:  wer  denn  wollte  den  Krieg?

Die  Antworten  des  Prinzen  Heinrich  auf  diese  Herzensergüsse
seines  Bruders  liegen  uns  nicht  vor.  M  Der  Inhalt  indessen  läßt
sich  aus  den  Briefen  des  königlichen  Bruders  leicht  errathen.  Der
Prinz  Heinrich,  der  einzige  Mann,  der  in  den  Staaten  Friedrichs
  II.  es  wagen  durfte  eine  andere  Meinung  blicken  zu  lassen,
als  der  König,  ist  gegen  alle  kriegerischen  Entwürfe.

Allmälig  indessen  lassen  die  Hoffnungen  des  Königs  etwas
nach.  :)  Er  spricht  am  3.  März  sich  aus  über  die  Fürsten  des
Reiches.  „Sie  sind  ohne  alle  Thatkraft  und  Ehrgefühl.  Der  Her-1)

  Vom  13.  Septbr.  1777  bis  zum  12.  März  fehlt  in  den  Oeuvres  Tom.
XXVI  jegliche  Antwort  des  Prinzen  Heinrich.  —  2)  Oenv.  XXV..  p.  407.