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zog  von  Zweibrücken  ist  getrieben  zu  dem  was  er  gethan  hat:
sich  selbst  überlassen,  würde  er  sich  der  Schande  überliefert  haben,
wie  sein  Oheim  der  Kurfürst.“

Welche  Mittel  also  mag  Görz  angewandt  haben,  um  diesen
Herzog  zu  treiben  (pousser)?  War  mithin  seine  Neigung  zu
Oestreich  freiwillig,  oder  sein  Hülferuf  au  den  preußischen  König?
„Das  ist  die  Schmach  unseres  Jahrhunderts,“  ruft  der  König  aus,
„und  ich  erröthe  für  Deutschland.“

Hatte  er  denn  die  sen  Grund  zum  Erröthen?

Auch  die  Hoffnung  auf  französische  Hülfe  läßt  nach.  M  „Ich
habe  alles  gethan,“  sagt  der  König  am  5.  März,  „um  die  Franzosen
  zu  stacheln.  Ich  habe  ihnen  den  Ruhm  vorgehalten,  das  gegebene
  Wort,  ihr  eigenes  Interesse,  die  günstige  Gelegenheit  zum
Handeln.  Man  kann  nicht  mehr  thun.“  Er  betrachtet  sich  als
einen  Arzt.  „Die  Franzosen  sind  krank.  Sie  bedürfen  drastischer
Mittel.“

Der  Prinz  Heinrich  räth  abermals  ab  von  dem  Wege  der
Gewalt.  Der  König  bestreitet  ihn.  „Mein  lieber  Bruder,  wenn
Sie  Oestreich  eine  despotische  Gewalt  in  Deutschland  gewinnen
lassen:  so  heißt  das  ihm  Kräfte  verschaffen  gegen  uns,  und  ihre
Macht  noch  furchtbarer  zu  machen,  als  sie  es  jetzt  schon  ist.  Das
darf  ein  Mann  auf  meinem  Posten  nicht  dulden.  Oestreich  darf
uns  nicht  zu  sehr  überlegen  werden.“  Indessen,  die  Nachrichten
werden  ungünstiger.  Auf  Frankreich  ist  gar  nicht  mehr  zu  rechnen.
Man  sagt,  der  Kurfürst  von  Bayern  sei  auf  dem  Punkte  seine
Truppen  den  Oestreichern  zu  überlassen.  „Für  mich,“  ruft  der
König  am  11.  März,  „ist  der  Krieg  unvermeidlich.“

Um  so  entschiedener  räth  der  Prinz  Heinrich  ab.  „Seit  Januar,“
  sagt  er,“)  „war  ich  überzeugt,  daß  Sie  Krieg  anfangen  würden.
Allein  ich  habe  geglaubt,  daß  Vorschläge  von  Seiten  Ostreichs  eine

1)  a.  a.  O.  419.  —  2)  Oeuv.  XXVI.  p.  410.