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sicherste  Mittel  sich  durch  den  Schutz  Oestreichs  gegen  die  preußischen
  Uebergriffe  zu  decken.  Maximilian  ward  gewählt.
Schwieriger  für  ihn  lag  die  Sache  in  Münster,  namentlich
wegen  seines  Mitbewerbers,  des  edlen  Domherrn  Fürstenberg.
Dieser  Mann  ist  eine  der  trefflichsten  Gestalten  in  der  Geschichte
der  deutschen  Nation.  Gleich  nach  dem  Frieden  machte  der  Kurfürst
  Maximilian  Friedrich  ihn  zum  Minister  des  Fürstbisthums,
und  ließ  ihm  völlig  freie  Hand.  Fürstenberg  war  eigentlicher
Regent.  Man  hat  ihn  mit  Friedrich  II.  verglichen.  Sie  haben
verwandte  Züge  gemein;  aber  diese  treten  durchaus  verschieden
ins  Leben.  Fürstenberg  fand  das  Land  zerrüttet  und  verarmt
durch  den  schaurigen  Krieg;  denn  der  Herzog  Ferdinand  hatte  es
ähnlich  behandelt,  wie  der  König  das  Kurfürstenthum  Sachsen.
Die  Dörfer,  die  Städte  waren  mit  Schulden  beladen.  Fürstenberg
  schenkte  nicht  dem  einen  Stande  auf  Kosten  der  Anderen;
aber  er  gab  Vorschüsse,  um  die  Schulden  abzutragen.  Niemals
griff  er  gewaltsam  ein.  Seine  Hauptsorge  war  die  zarten  Fäden
des  Credites,  in  die  Friedrich  II.  mit  eiserner  Faust  hinein  griff,
so  oft  es  ihm  beliebte,  zu  schützen  und  zu  bewahren  vor  jedem  Eingriffe
  solcher  Art.  Die  Folge  lag  vor  Augen.  Während  die  Klagen
  in  den  Ländern  des  Preußenkönigs  nach  dem  Kriege  lauter
wurden  als  während  desselben,  während  die  Kaufleute  mit  ihren
Capitalien  von  dort  sich  hinweg  flüchteten  vor  den  endlosen  Eingriffen
  in  ihre  freie  Bewegung,  blühte  der  Wohlstand  des  Münsterlandes
  frisch  und  freudig  empor.  Kein  Treffen,  keine  Schlacht
nennt  Fürstenbergs  Namen.  Dennoch  hatte  auch  er  eine  gewisse
Neigung  für  das  Kriegswesen.  Fürstenberg  bildete  mit  dem  Grafen
Wilhelm  von  Schaumburg  den  Gedanken  aus,  den  erst  später
Wilhelms  Zögling  Scharnhorst  auf  einen  größeren  Boden  verpflanzte,
  daß  es  eine  Ehrenpflicht  des  Mannes  sei  das  Vaterland
zu  vertheidigen.  Friedrich  erkannte  Muth  und  Ehrgefühl  dem  Adel
zu.  Fürstenberg  ehrte  die  moralische  Kraft  in  jedem  Menschen.