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Er  strebte  sein  ganzes  Volk  heranzubilden  zur  geistigen,  sittlichen
und  zugleich  zur  körperlichen  Kraft,  damit  eine  gesunde  Seele  in
einem  gesunden  Körper  wohne.

Wie  Friedrich  II.  zur  Vermehrung  der  Volksmenge  Colonisten
ansetzte:  so  hatte  auch  Fürstenberg  denselben  Gedanken  durch  Anbau
  wüster  Gegenden  die  Bevölkerung  zu  heben.  Aber  Fürstenberg
  war  ein  tief  religiöser  Mann.  Er  ließ  solche  Menschen  nicht
selig  werden  nach  ihrer  Façon,  sondern  begann  die  Gründung
einer  Colonie  in  Heide  und  Moor  mit  Stiftung  einer  Kirche  und
Schule.  Fürstenberg  begnügte  sich  nicht  hierhin  und  dorthin  ein
Verbot,  einen  Befehl  zu  schleudern:  er  selbst  war  der  Mann,  der
über  nichts  sich  täuschen  ließ.  Man  sah  ihn  selber  eintreten  in
niedere  Schulen.  Man  sah  dort  den  hochstehenden  und  hochbegabten
  Mann  das  Wort  nehmen  vor  Lehrer  und  Schülern,  und  wirken
  zugleich  durch  Wort  und  Beispiel.  Er  hob  und  trug  jegliche
Wissenschaft,  und  war  mit  mehr  als  einem  Zweige  derselben  selbstthätig
  vertraut.  Darum  wirkte  sein  Beispiel  zurück  auf  den  Adel,
die  Städte,  den  Landmann.  Es  war  eine  geistige  Rührigkeit  im
Münsterlande,  wie  an  wenigen  Orten.  Weil  die  Wirksamkeit  des
hochbegabten  Mannes  still  und  unscheinbar  war,  weil  er  nicht  eingriff
  in  die  Rechte  eines  Standes  auf  Kosten  des  anderen:  so
verehrten  ihn  alle  Stände  in  gleicher  Weise,  und  auch  heute  noch
wird  der  Name  Fürstenbergs,  an  dessen  Ruhme  kein  Interesse  sich
knüpft,  als  dasjenige  der  Wahrheit,  mit  der  Ehrfurcht  genannt,
die  dem  wahren  stillen  Verdienste  gebührt.

Dieser  Mann  war  ein  gefährlicher  Mitbewerber  gegen  Maximilian.
  Siebenzehn  Jahre  hatten  Fürftenberg  erprobt,  hatten  ihn
wie  dem  Volke,  so  auch  dem  Adel  und  dem  Domkapitel  werth  gemacht.
  Dazu  hatte  Maximilian  Friedrich  oft  erklärt:  er  wolle
keinen  Coadjutor.  Wenn  er  aber  jemals  dazu  kommen  solle:  so
wolle  er  keinen  Anderen  als  Fürstenberg.  Demgemäß  kann  es
nicht  misbilligt  werden,  daß  Fürstenberg  zunächst  vorstellte:  die