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ist  derselbe  Geist  der  Politik,  aus  welchem  er  den  Bürgern  von
Danzig  das  Trinkwasser  abgräbt.

Aber  freilich,  jede  Regung  des  Kaisers  Joseph  erfüllte  den
König  Friedrich  mit  Angst  und  Sorge,  um  so  mehr  da  er  sich
nun  endlich  sagen  mußte,  daß  die  Zeit  der  Eroberungen  für  ihn
persönlich  vorüber  sei.  1)  Der  Prinz  Heinrich  sucht  ihn  zu  beruhigen.
  Es  ist  vergeblich:  allzu  mächtig  regt  sich  das  böse  Gewissen.
  „Ich  glaube  wohl,“  erwiedert  Friedrich  im  October  1782,
„daß  der  Kaiser  im  gegenwärtigen  Augenblicke  keinen  Krieg  will,
weil  seine  Festungen  nicht  vollendet  sind,  weil  er  noch  nicht  Geld
genug  hat  aufhäufen  können,  weil  er  noch  nicht  dahin  gelangt  ist
sein  Bündnis  mit  Rußland  abzuschließen.  Aber,  mein  lieber  Bruder,
  diese  Plane  existiren  darum  nicht  weniger,  und  wenn  man
ihm  nicht  das  Widerspiel  hält  in  seinen  Unterhandlungen,  wenn
man  sich  nicht  behauptet  in  der  möglichst  respectabelsten  Stellung:
so  werden  Sie  sehen,  wie  er  unvermuthet  sich  auf  unsere  Besitzungen
  stürzt  und  einen  eben  so  verderblichen  Krieg  erregt,  wie  der
von  1756.“  Wußte  nicht  der  Prinz  Heinrich  besser,  wem  Deutschland
  jenen  entsetzlichen  Krieg  verdankte?  —  Aber  der  König  fährt
fort:  „Der  Kaiser  hat  die  nämlichen  Absichten,  wie  seine  Mutter.
Er  arbeitet  an  einem  Bunde  der  ersten  Mächte  Europas  gegen
uns.  Ich  sehe  das  Alles.  Täglich  kommen  mir  Nachrichten  darüber
  zu.  Wie  soll  ich  denn  mit  kaltem  Blute  ein  Verfahren  betrachten,
  das  so  gefährlich  ist  für  diesen  Staat!  Die  Sorge  für
die  Erhaltung  desselben  ist  mir  anvertraut,  und  darum  ist  es
meine  Pflicht  nicht  bloß  bei  Lebzeiten,  sondern  auch  nach  dem
Tode  durch  gute  Bündnisse  und  alle  Mittel,  die  ich  habe,  die
künftige  Gefahr  zu  entfernen.“

Aber  weder  Frankreich,  noch  Rußland  wollte  mit  ihm  zu  thun
haben.  Jenes  wollte  mit  dem  Kaiser  gut  Freund  bleiben,  damit

1)  Oeuv.  XXVI.  491.  3.  Oct.  1782.