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Institutionen  des  Reiches  zu  bedienen,  um  den  Kaiser  in  allen
Dingen  zu  hemmen  und  zu  hindern!

Die  Umstände  lagen  dies  Mal  günstig  für  seinen  Plan.  Er
fand  Geneigtheit  für  seinen  Bund  bei  Diesem  und  Jenem.  Es
war  eben  damals  in  mehre  mächtige  deutsche  Fürstenhäuser  ein
seltsamer  Schrecken  gefahren.

Werfen  wir  unsere  Blicke  zurück.  In  dem  Friedensschlusse
von  Rastadt-Baden  im  Jahre  1714  war  das  Haus  Wittelsbach
in  das  verlorene  Land  Bayern  wieder  eingesetzt,  mit  dem  Zusatze,
daß,  wenn  das  Kurhaus  gut  finde  einen  Austausch  dieses  Landes
gegen  ein  anderes  einzugehen,  der  König  von  Frankreich  nichts
dawider  haben  wolle.  Das  deutsche  Reich  hatte  diesen  Frieden
bestätigt.  Nun  brachten  im  Jahre  1784  der  Kaiser  Joseph  und
Kaunitz  einen  solchen  Austausch  in  Vorschlag,  nämlich  dem  Hause
Wittelsbach  für  Bayern  die  östreichischen  Niederlande  zu  geben.
Frankreich  und  Rußland  erkannten  im  Voraus  an,  daß  nach  den
Bestimmungen  jenes  Friedens  das  Recht  nicht  zu  bestreiten  sei.
Der  Kurfürst  Carl  Theodor  in  München  willigte  ein.  Dem  Neffen
desselben,  dem  Herzoge  Carl  von  Zweibrücken  als  Nachfolger
wurde  der  Vorschlag  von  dem  russischen  Gesandten  Romanzoff
gemacht.  Carl  lehnte  ab.  Er  that  das  Vorhaben  dem  preußischen
Könige  kund,  im  Jahre  1785.  )

Sofort  wandte  sich  Friedrich  mit  klagendem  Flehen  an  die
Czarin.  2)  Er  beschwor  die  Kaiserin  bei  ihrer  alten  Freundschaft
und  Allianz,  die  er  noch  nicht  ganz  erloschen  glaube,  sie  wolle  doch
einen  so  gefährlichen  Entwurf,  der  ihr  eigenes  glorreiches  Werk,
den  Frieden  von  Teschen,  ganz  zerstören  würde,  nicht  zugeben.  Die
Kaiserin  erklärte,  daß  fie  weit  entfernt  sei  einigen  Zwang  ausüben
  zu  wollen.  Der  Herzog  von  Zweibrücken  möge  nach  seinem

1)  Dohm  III.  33.  —  2)  a.  a.  O.  p.  48.  Der  Brief  ist  nicht  gedruckt.
Wir  entnehmen  den  Inhalt  aus  Dohm.
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