Einundzwanzigster  Abschnitt.

Ein  warmer  Verehrer  des  Königs  Friedrich  II.  hat  die  Vortrefflichkeit,
  welche  er  an  demselben  findet,  genauer  bezeichnet.:)
Er  hebt  hervor  die  Leitung  der  politischen  Verhältnisse  mit  anderen
Staaten.  Wir  haben  gesehen,  wie  es  darum  stand,  namentlich  um
das  Verhältnis  zu  Rußland  und  der  Czarin  Katharine  II.  Er
hebt  ferner  hervor  die  Behauptung  der  wichtigen  Stellung,  welche
Friedrich  II.  allein  durch  die  Kraft  seines  Geistes  errungen.  Der
Punkt  knüpft  sich  eng  an  den  vorhergehenden.  Die  wichtige  Stellung
  ist  unbestreitbar;  aber  eben  so  unbestreitbar  ist  es,  daß  sie
errungen  und  behauptet  ward  auf  Kosten  der  deutschen  Nationalmacht.
  Er  hebt  ferner  hervor  die  Bildung  des  Heeres,  den  kräftigen
  Gebrauch,  den  der  König  davon  in  den  Kriegen  für  die
Existenz  seines  Staates  führte.  Wir  haben  zu  erwiedern,  daß  die
Kriege  sämmtlich  dem  Wesen  nach  geführt  wurden  gegen  Deutsche,
und  ferner,  daß  sie  sämmtlich  ausgingen  von  dem  Könige.  In
Betreff  der  inneren  Regierung,  der  Verwaltung  der  Finanzen  enthält
  Dohm  sich  des  Lobes.  Dagegen  hebt  er  das  Bestreben  des
Königs  hervor  in  der  Gesetzgebung  etwas  Vollkommenes  zu  leisten.

Wir  glauben  annehmen  zu  dürfen,  daß  der  Eifer  des  Königs
auf  diesem  Gebiete  nie  bestritten  worden  ist.  Wenn  auch  immer-1)

  Dohm  IV.  489  ff.