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gegen  den  König  sich  die  meisten  der  katholischen  Pfarrer  vormals
und  im  letzten  Kriege  betragen,  wie  sie  sich  vom  Gehorsame  gegen
ihn  losgesagt  und  die  Gemeinden  gegen  ihn  aufgehetzt.  Ein  solches
pflichtwidriges  Betragen  habe  die  härteste  Ahndung  verdient.  Wir
finden  allerdings  ein  schauriges  Beispiel  königlicher  Ahndung  gerade
  an  einem  Jesuiten.  1)  Ein  Deserteur  sagte  aus:  er  habe  im
Beichtstuhle  den  Pater  Faulhaber  gefragt,  ob  die  Desertion  eines
katholischen  Soldaten  von  dem  protestantischen  Könige  eine  so
große  Sünde  sei,  daß  sie  nicht  vergeben  werden  könne.  Der  Geistliche
  habe  die  Achseln  gezuckt  und  gesagt:  „Freilich  ist  es  eine  große
Sünde,  aber  doch  nicht  so  groß,  daß  sie  nicht  könne  vergeben
werden.“  Der  Geistliche  ward  verhaftet.  Der  General  Fouqué
berichtete  dem  Könige  über  ihn,  und  es  erfolgte  der  Befehl:  „Man
hänge  den  Pater  Faulhaber,  ohne  ihm  einen  Beichtiger  zu  verstatten.“
  Also  geschah  es.  Man  hing  den  Geistlichen  neben  den
Resten  eines  Spions,  der  bereits  ein  halbes  Jahr  gehangen.  Dennoch
  ist  es  uns  fraglich,  ob  der  König  bei  jenem  Tadelworte  die
Jesuiten  im  Auge  hatte.  In  der  Regel  waren  die  Jesuiten  die
Lehrer  der  katholischen  Jugend,  und  wahrscheinlich  nur  das.  Als
solche  lobt  der  König  sie  gegen  die  Angriffe  Voltaires  und  d'Alemberts.
  Er  erinnert  Voltaire  mit  feiner  Ironie,  daß  aus  den
Schulen  der  Jesuiten  große  Männer  hervorgegangen  seien.)  Er
hielt  ihm  vor,  daß  die  Jesuiten  nützliche  Mitglieder  seines  Staates
seien.  „Was  auch  immer  anderswo  man  den  Jesuiten  vorwerfen
mag:  sie  haben  sich  bei  mir  darauf  beschränkt  in  ihren  Gymnasien
die  Schulstudien  zu  lehren.  Soll  das  ein  Grund  sein  sie  zu  verfolgen?“
  3)  Der  König  fährt  fort  in  dieser  Weise  den  Pariser
Philosophen,  die  daheim  gegen  jede  Verfolgung  eines  Philosophen
von  ihrer  Art  ein  lautes  Geschrei  erhoben,  den  Spiegel  des  eigenen

1)  Preuß.  III.  237.  —  2)  Oeuv.  XXII.  Brief  v.  11.  Dzbr.  1773.  —
3)  28.  Juli  1774  an  d'Alembert.