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gemacht  hat?  Die  Jesuiten  sind  vertrieben,  werden  Sie  sagen.
Ich  gebe  es  zu;  allein,  wenn  Sie  es  verlangen,  will  ich  es  beweisen
daß  hierbei  nur  Eitelkeit,  geheime  Rachsucht,  Kabalen  und  endlich
Eigennutz  alles  gethan  haben.“

Als  Gegenbeweis,  daß  die  Philosophie  noch  keine  Fortschritte
gemacht,  gibt  der  König  unter  vielen  anderen  Dingen  auch  den
damaligen  Krieg  in  Polen  an,  welcher  eine  Art  von  Religionskrieg.
sei.  Katharine  II.  hatte  nämlich  als  Apostel  der  Humanität  und
Toleranz  nach  Polen  ihre  Kosacken  geschickt,  welche  zu  diesem  Zwecke
das  unglückliche  Land  in  eine  Einöde  verwandelten.  Die  Russen
machten  es  in  Polen,  wie  einst  die  Schweden  in  Deatschland.

Während  der  König  hier  in  dieser  Weise  seine  Ansicht  darlegt,
daß  das  Volk  nun  doch  einmal  von  dem  pofitiven  Kirchenthume
nicht  zu  entwöhnen  sei,  hat  er  kurz  zuvor  einen  Auszug  aus  dem
philosophischen  Wörterbuch  des  Skeptikers  Bayle  gemacht,  und  mit
einer  Vorrede  in  die  Welt  geschickt,  damit  daran  die  Menschen
seiner  Zeit  Logik  lernten.  1)  Wußte  der  König  nicht  oder  dachte
er  nicht  daran,  daß  Bayle  seine  Skepsis  mit  dem  Rücktritte  in
die  katholische  Kirche  beschlossen  hatte?  Zur  selben  Zeit  gab  er
einen  Auszug  aus  der  Kirchengeschichte  Fleurys,  in  welchem  seine
Abneigung  gegen  alles  positive  Christenthum  alles  Maß  überschreitet.
  Das  Buch  wurde  zu  Bern  öffentlich  verbrannt.  Es
ist  nicht  sicher,  ob  das  ganze  Buch  von  dem  Könige  verfaßt  set.
Die  Vorrede  jedoch  ist  unzweifelhaft  von  ihm.  2)

Man  sieht  aus  dem  ganzen  Verhältnis  der  Dinge,  daß  der
König  prinzipiell  keinen  Unterschied  macht  zwischen  den  positiven
Kirchenformen  des  Katholizismus  und  des  Protestantismus.  Wir
fassen,  wie  sich  von  selbst  versteht,  den  Protestantismus  nicht  in
dem  modernen,  seit  Friedrich  II.  gebräuchlichen  Sinne  der  Negation,
  oder  der  reinen  Subjektivität,  sondern  in  demzenigen,  in  wel-1)

  Oeuv,  VII.  p.  XIV.  —  2)  a.  a.  O.