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er,  „aber  doch  weit  vorzuziehen  den  gothischen  Gebäuden  unserer
Vorfahren.“  Derselbe  König,  der  diese  Worte  schrieb,  erwarb  im
Jahre  1772  bei  der  Theilung  Polens  auch  das  Schloß  Marienburg.
  Er  bestimmte  dasselbe  zu  einem  Zuchthause.  Dahin  kam
es  nicht:  man  richtete  es  zur  Kaserne  ein.  Am  11.  Septbr.  1779
machte  der  König  den  großen  Remter  zum  Exercierhause,  und
theilte  den  Rittersaal  in  acht  Colonistenwohnungen  ein.

Wir  halten  den  Vergleich  fest,  den  der  König  selbst  gemacht.
Wie  sein  Zeughaus  und  sein  Schloß  in  Berlin  als  Werke  der
Baukunst  sich  verhalten  zu  dem  Remter  von  Marienburg:  so  verhalten
  sich  die  Ideen,  nach  welchen  er  seine  Welt  um  sich  gestaltete,
sein  persönliches  Gepräge  allem  aufdrückte,  was  um  ihn  war  auf
deutschem  Boden,  zu  den  Ideen  der  Zeit,  welche  in  den  Denkmälern
  der  gothischen  Baukunst  ihr  Walten  ausgeprägt  hat.

Jegliche  Unterstützung  deutscher  Wissenschaft  hat  der  König
von  sich  gewiesen.  Man  darf  nicht  einmal  sagen,  daß  sein  Heer
und  sein  Kriegesschatz  so  sehr  alles  verschlungen  haben;  denn  er
fand  doch  Mittel  Pariser  Philosophen  Pensionen  zu  geben.  Selbst
Bitten  geringfügiger  Art  fanden  bei  ihm  kein  Gehör.  Der  bekannten
  Dichterin  Karsch  sandte  er  auf  ihre  Bitte  um  Unterstützung
zwei  Thaler.  Die  Frau  schickte  das  Geld  zurück.  Aehnlich  verhielt
  es  sich  mit  der  eigentlichen  Wissenschaft.  Ein  Arzt  Bloch  in
Berlin  wollte  1781  eine  wissenschaftliche  Arbeit  über  Fische  herausgeben,
  1)  und  bat  um  Einsendung  seltener  Exemplare  durch  die
Kriegs=  und  Domänenkammern.  Nicht  das  Abschlagen  des  Königs
hat  für  uns  Interesse,  sondern  die  Motive  des  Abschlagens.  „Es
ist  nicht  nöthig,“  sagt  er,  „von  den  Kammern  eine  solche  Liste  einzufordern.
  Denn  das  wissen  sie  hier  schon  allerwegs,  was  es  im
Lande  für  Fische  gibt.  Das  sind  auch  durchgehends  dieselben  Arten,
  ausgenommen  in  Glatz.  Da  ist  eine  Art  von  Fischen,  die

1)  Oeuv.  XXVII.  3.  gegen  Ende.