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baren  Verlust  denkt  er  augenscheinlich  nicht.  Mirabeau  und  Mauvillon
  verfahren  genauer  und  vervierfachen  die  Zahl.  Die  Steigerung
liegt  offenbar  im  Interesse  der  Populationstheorie  des  Königs  und
Herzbergs.  Je  höher  die  Zahl  derer  ausgebracht  wird,  welche  der
Krieg  verschlungen:  desto  eher  kann  von  einem  Steigen  der  Bevölkerung
  in  der  Vergleichung  die  Rede  sein.  Und  doch  bleibt  bei
der  Annahme  des  Verlustes  von  reichlich  800,000  Menschen,  wie
es  Mirabeau  und  Mauvillon  berechnen,  noch  ein  bedeutendes  Defizit
  gegen  die  natürliche  Vermehrung.

Das  Ergebnis  ist,  daß  der  preußische  Staat  beim  Tode  des
Königs  mindestens  eine  halbe  Million  Menschen  weniger  enthielt,
als  er  mit  Rücksicht  auf  den  Verlust  durch  die  Kriege  nach  der
naturgemäßen  Vermehrung  hätte  haben  müssen.  Wenn  mithin
nicht  einmal  die  gewöhnliche  Menschenzahl  erreicht  wurde:  so  kann
von  einem  ungewöhnlichen  Steigen  der  Bevölkerung  noch  viel
weniger  die  Rede  sein.

Der  Grund,  um  deren  willen  die  Bevölkerung  nicht  stieg  und
nicht  steigen  konnte,  liegt  sehr  nahe.  Es  war  der  nagende  Wurm
einer  in  aller  Beziehung  überspannten,  regulirenden,  fiskalischen,
inquisitorischen  Staatsverwaltung.  Nicht  bloß  ward  die  natürliche
Population  gehindert:  die  Menschen  flohen.  Seit  der  Besitznahme
von  Westpreußen  im  Jahre  1772  bis  zum  Tode  des  Königs  traten
aus  diesem  Lande  allein  an  Cantonisten  und  anderen  Unterthanen
10,219  Menschen  aus.  )  Auswanderung  nach  Amerika  kannte
man  nicht.  Sie  begaben  sich  in  andere  nah  gelegene  Länder,  in
denen  sie  einer  milderen  Regierung  sich  zu  erfreuen  hoffen  durften:
nach  Rußland  oder  Polen.

Herzberg  indessen  verkündete  dem  Könige  und  der  Welt:  das
gemeine  Volk  und  der  Landmann  leben  im  Wohlstande.  Dasselbe
Volk,  für  welches  de  la  Haye  de  Launay  sorgte,  indem  er  von

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1)  Mir.  u.  Mauv.  I.  257.