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die  in  dieser  Einrichtung  des  Königs,  wie  überhaupt  in  der  Kaffeeregie
  einen  neuen  Beweis  von  der  Staatsklugheit  des  Königs  erblickten
  und  lobpreisend  den  neuen  Ruhm  in  die  Welt  verkündeten.“)


Nun  erst  stieg  der  Schleichhandel  zu  einer  entsetzlichen  Höhe.
Der  Zustand  war  unhaltbar.  Der  König  sah  sich  genöthigt  den
ungeheueren  Aufschlag  zu  ermäßigen.  Sofort  trat  der  Erfolg  vor
Augen.  Im  Jahre  1784  war  nach  den  amtlichen  Listen  2½  Mill.
Pfund  Kaffee  eingeführt.  Im  Jahre  1785  nach  Herabsetzung  der
Auflage  6½  Mill.  Pfund.  Für  den  ersten  Betrag  hatte  der  König
rein  eingenommen  565,000  Thaler,  für  den  zweiten  nach  Herabsetzung
  seines  Zolles  700,000  Thaler,  also  135,000  Thaler  mehr.)
Hat  denn  der  Kaffeeverbrauch  in  einem  Jahre  um  das  Doppelte
  zugenommen?  Dies  wird  Niemand  behaupten.  Näher  liegt
die  Annahme,  daß  der  Schleichhandel  um  so  viel  abgenommen
habe.  Auch  liegt  es  uns  fern  die  Mehreinnahme  von  135,000
Thaler  als  den  eigentlichen  Gewinn  anzusehen.  Unendlich  wichtiger
  war  die  Thatsache,  daß  4  Mill.  Pfund  Kaffee  weniger
geschmuggelt  wurden.  Die  moralischen  Folgen  sind  hervorzuheben,
nicht  der  Geldgewinn.

Ob  diese  Erfahrung  auf  den  König  Eindruck  machte?  Wir
wissen  nicht  es  zu  sagen.  Er  hätte  kaum  einer  solchen  augenfälligen
  Erfahrung  bedurft,  um  zur  Erkenntnis  zu  kommen,  wohin
sein  System  führe,  wenn  nämlich  seine  Grundansichten  einer  Aenderung
  fähig  gewesen  wären.  Die  ganze  Geschichte  seiner  unseligen
Regie  legte  ihm  von  einem  Jahre  zum  anderen  vor  Augen,  was
davon  komme.  Er  kannte  sie  durch  und  durch.  De  la  Haye  de
Launay  berichtete  nur  an  den  König  selbst,  und  Friedrich  überrechnete
  alles  selbst  bis  zum  Groschen  und  Pfennig.  Das  Ergeb-1)

  Preuß.  III.  29.  —  Schlözer  Briefwechsel  Heft  46.  p.  211.  —  2)  Mir.
u.  Mauv.  II.  59.