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nis  war:  Verminderung  der  Einnahmen,  vor  allen  Dingen  von
den  Zöllen,  Jahr  auf  Jahr.  )

Suchte  der  König  den  Grund  da,  wo  er  lag?  Er  fand  einen
anderen.  )  „Wegen  des  Mangels  an  Ordnung  und  Strenge  gegen
die  Angestellten,“  sagt  er,  „bleibt  dieser  Zweig  meiner  Einkünfte
immer  im  Rückstande.  Die  unteren  Angestellten  taugen  der  Mehrheit
  nach  nichts.  Man  muß  den  ersten  Schuldigen,  den  man  trifft,
auf  die  Festung  schicken.  Das  wird  die  Anderen  schrecken  und  ist
ein  besseres  Mittel,  als  ein  Dutzend  nur  entlassen.“  Indessen  die
Sache  wird  nicht  besser.  Launay  zeigt  dann  und  wann  Neigung
auch  den  Adel  der  grausamen  Regie  zu  unterwerfen.  3)  Das  indessen
  leidet  der  König  nicht.  So  sehr  er  des  Geldes  für  seinen
Kriegesschatz  bedarf,  eben  so  sehr  bedarf  er  des  Selbstgefühls  in
seinem  Adel.  Darum  muß  der  Adel  durchaus  frei  sein.  Nur  die
Anderen  sollen  zahlen.  Mit  Eifer  drängt  der  König  immer  im
Voraus  auf  die  Rechnungsablage.  Sie  bringt  kein  günstiges  Ergebnis.
  Es  ist  unleugbar,  daß  nicht  bloß  für  einmal,  nicht  bloß
durch  Umstände  veranlaßt,  die  sich  nachweisen  lassen,  sondern  in
beständigem,  stetigen  Rückschritte  die  Einnahmen  von  Jahr  zu  Jahr
sich  minderen.)  Also  spricht  es  der  König  aus  1782.  Wie  soll
man  das  ändern?  Wie  davon  sich  erholen?  —  Bis  dahin  haben  die
Angestellten  Tantiemen  erhalten.  „Die  Vertheilung  derselben  hört
auf,  und  dies  Geld  will  ich  in  meine  Cassen  gezogen  wissen,“  sagt
der  König.

Auch  das  reicht  noch  nicht  hin.  Der  König  prüft  den  Stand
der  Regie.  Es  sind  zu  viele  Aungestellte  da,  sagt  er  1783,  und  sie
genießen  zu  hoher  Einkünfte.)  Zunächst  muß  die  Zahl  der  Personen
  vermindert  werden,  dann  die  Besoldungen.  „Da  erhalten

1)  Preuß:  Urkundenbuch  III.  11.  —  2)  a.  a.  O.  p.  27.  nr.  47.  —  p.
29.  nr.  51.  —  3)  a.  a.  O.  p.  36.  ur.  76.  nr.  80.  —  4)  a.  a.  O.  p.  57.
nr.  128.  —  5)  a.  a.  O.  p.  59.  ur.  134.  135.