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Stelle  ausspricht,  wo  die  Unterthanen  dem  Fürsten  erklären,  daß
Zufriedenheit,  Freude  und  Vertrauen  von  ihnen  gewichen  sei:  da
bleibt  nichts  mehr  übrig.

Und  von  da  aus  dürfen  wir  einen  Rückschluß  ziehen.  Wenn
die  Vertreter  eines  Landes,  das  nicht  in  gleichem  Maße  gelitten
wie  die  anderen,  in  solcher  Weise  sich  auszusprechen  wagen:  so
mußte  auch  in  den  anderen  Ländern,  die  nur  der  berufenen  Organe
zum  Ausdrucke  ihrer  Gefühle  ermangelten,  ein  heftiger  Unwille
gegen  den  langen  Druck  einer  unerhörten  Misregierung  gähren.

Und  doch  ist  bei  dem  Allen  die  eine,  die  für  die  Geschichte
und  die  Schicksale  der  deutschen  Nation  wichtigste  Seite  des  Unglückes
  dieser  Regierung  nicht  mit  in  Anschlag  gebracht.  Die  Gefahr
  des  politischen  Dualismus,  der  sich  datirte  seit  der  Eroberung
Schlesiens  durch  den  preußischen  König,  kam  bei  der  Beurtheilung
der  Regierung  Friedrichs  für  die  Einzelnen  nicht  in  Anschlag.  Die
Angehörigen  der  verschiedenen  Stämme,  die  Friedrich  unter  sich
zu  einer  besonderen,  von  dem  Reiche  abgetrennten  Einheit  zusammen
  gebunden,  erwogen  damals  noch  nicht,  daß  fortan  das  zweitheilige
  Deutschland  um  so  viel  eher  dem  gemeinsamen  Feinde
zum  Opfer  fallen  werde.  Der  zweite  schlesische,  der  siebenjährige,
und  noch  einmal  wieder  der  bayerische  Erbfolgekrieg  hatten  diese
Eroberung  besiegelt.  An  eine  Herstellung  des  einstigen  Zustandes,
wo  die  Vielheit  der  deutschen  Fürsten  in  dringender  Gefahr  des
Ganzen  dennoch  dem  Oberhaupte  des  Reiches  die  Hülfe  nicht  entzog,
  war  fortan  nicht  mehr  zu  denken.  Friedrichs  ganzes  Regierungssystem,
  seine  Kriege,  seine  innere  Verwaltung,  seine  Gesetzgebung,
  kurz  alles  war  darauf  berechnet  eine  besondere  nation
prussienne  zu  constatiren.  Der  Zusammenhang  mit  dem  Reiche
war  vielen  seiner  Unterthanen  völlig  unbekannt,  ungeachtet  daß
selbst  noch  der  Kalender  der  Akademie  aufzählte,  das  wievielte
Jahr  es  sei  seit  dem  Regierungsantritte  des  Kaisers  Joseph  des
Anderen.