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Vertreter  derselben  aufgestellt,  ihm  Dinge  beigemessen,  an  die  er
nie  gedacht.  Um  ihn  zu  idealisiren,  wurde  aller  mögliche  Ruhm
und  Preis  auf  ihn  gehäuft.  Man  sah  Friedrich  an  als  einen
Schützer  des  deutschen  Vaterlandes  gegen  die  Franzosen.  Daß
Friedrich  II.  seinen  ersten  Eroberungszug  nur  unternommen  in
der  festen  Hoffnung  eines  Bündnisses  mit  den  Franzosen,  daß  er
den  zweiten  nur  unternommen  im  ausgesprochenen  Bündnisse  mit
den  Franzosen,  daß  er  den  dritten  von  1756  nur  unternommen  in
dem  Vertranen,  er  sei  den  Franzosen  so  unentbehrlich,  daß  sie
ihm  alles  hingehen  lassen,  und  nichts  gegen  ihn  thun  würden,
ferner  daß  er  sich  höchst  ungern  in  dieser  Erwartung  getäuscht  gesehen,
  daß  er  gegen  die  Franzosen  bei  Roßbach  nur  geschlagen,  weil
er  ferner  nicht  anders  konnte,  daß  er  zu  seinem  vierten  Kriege
gegen  Oestreich  abermals  und  abermals  die  Franzosen  bat  und
anrief  zur  Einmischung  in  die  deutschen  Angelegenheiten,  daß  er
endlich  auch  nachher  alles  gethan,  was  nur  möglich  war,  um  wieder
  mit  Frankreich  gegen  die  deutsche  Hauptmacht  in  ein  gutes  Verhältnis
  zu  kommen:  das  Alles  war  vergessen  vor  der  einen
Schlacht  bei  Roßbach.

Nicht  minder  verdunkelte  der  Glanz  der  Siege  des  siebenjährigen
  Krieges  das  Verhältnis  zu  Rußland.  Daß  Friedrich  II.
zuerst  im  Anfange  seiner  Regierung  für  den  ersten  Eroberungskrieg,
  und  dann  wieder  seit  dem  siebenjährigen  Kriege  unausgesetzt
sich  bemüht  hatte  die  barbarische  Macht  des  Nordens  hereinzuziehen
  in  die  deutschen  Angelegenheiten,  daß  er  die  Aufforderung
der  deutschen  Hauptmacht  zum  festen  und  einigen  Zusammenstehen
gegen  den  gemeinsamen  Feind  von  Nordosten  her  wegen  seines
Bündnisses  mit  demselben  beharrlich  zurückgewiesen,  daß  er  dagegen
  der  russischen  Czarin,  um  sie  bei  guter  Laune  zu  erhalten,
mehr  als  Freundesdienste  erwiesen,  daß  er  bei  seinem  vierten
Kriege  gegen  Oestreich  mit  rastlosem  Eifer  sich  bemüht  auch  die
russische  Czarin  zu  gleichem  Kriege  gegen  die  deutsche  Hauptmacht