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aufzuregen,  daß  er  im  Frieden  von  Teschen  das  russische  Machtgebot
  in  Deutschland  willkommen  geheißen,  die  russische  Czarin
gepriesen  als  Schiedsrichterin  der  deutschen  Angelegenheiten,  daß
nicht  er  von  diesem  Bündnisse  abgelassen,  sondern  der  Abneigung
der  Czarin  mit  erneutem  Flehen  entgegen  gekommen  war:  —  das
Alles  ward  vergessen  gegen  die  eine  Thatsache,  daß  Friedrich  im
siebenjährigen  Kriege  über  die  Russen  gesiegt  hatte.  Derselbe  König,
der  niemals  etwas  für  die  deutsche  Nation  gethan,  der  dieser  Nation,
  ihrer  Sicherheit,  ihrem  Frieden,  ihrer  ruhigen  Entwickelung
gegenüber  sich  gleichgültig,  oder  feindlich  verhalten  hatte;  erschien
durch  den  siebenjährigen  Krieg,  durch  die  Thaten  gegen  die  Russen,
  als  ein  Held  und  Retter  gegen  die  barbarische  Macht  des
Nordens.

Und  dennoch  beurkundet  diese  Täuschung  selbst  über  Friedrich
  II.  die  Wandlung  der  Dinge  zum  Besseren.  Die  Spaltung,
der  Dualismus  ist  da  und  kann  nicht  mehr  ungeschehen  gemacht
werden.  Aber  der  Zustand  der  Dinge,  in  welchem  es  möglich
war,  daß  ein  Reichsfürst  durch  rasche  Benutzung  günstiger  Umstände
  und  mit  fremder  Hülfe  sich  zu  einem  zweiten  Gravitations-=punkte
  in  dem  losen  Gefüge  des  deutschen  Reichskörpers  erhob  —
dieser  Zustand  ist  nicht  mehr.  Das  Wort,  das  Friedrich  II.  zu
dem  Franzosen  sprach,  als  er  sich  auf  die  Erbländer  des  Hauses
Oestreich  stürzte:  Si  les  as  me  viennent,  nous  partagerons  —
ein  solches  Wort  ist  in  unseren  Tagen  nicht  mehr  möglich.  Die
Jahre  von  1806  bis  1815  und  die  folgende  Entwickelung  haben
zwischen  Preußen  und  Franzosen  eine  Scheidewand  erhoben,  die
ein  Bündnis  zu  ähnlichem  Zwecke  wie  dem  von  1740  nach  menschlichen
  Ansichten  unmöglich  macht.  Die  Geschichte  jener  Jahre  hat
sich  tief  eingegraben  in  die  Herzen  des  gesammten  Volkes,  und  für
damals  und  für  immer  mit  ehernen  Zügen  dargethan,  daß  Preußen,
  ob  für  sich,  ob  als  Theil  der  Gesammtnation  von  Westen
her  nichts  zu  hoffen  hat  als  etwa  Geschenke  der  Danaer,  alles