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und  Sitte  geschützt  sehen  möchte  gegen  alles,  was  von  Osten  oder

Westen  kommt,  der  Wunsch  empor,  daß  dieser  Dualismus  der

Macht  versöhnt  werden  möge  durch  die  Einheit  des  gemeinsamen

Strebens  zum  Schutze  aller  Interessen  der  deutschen  Nation.  Friedrich

  II.  hat  seinen  Nachfolgern  die  Mahnung  hinterlassen,  daß  der

Staat,  den  er  gegründet,  nicht  sicher  ruhe  auf  sich  selber,  daß  derselbe

  des  Anschlusses  bedürfe  an  eine  wirkliche  Großmacht.  Diesem

Gedanken  gemäß  hat  er  gehandelt.  Die  politische  Lage  seit  ihm,
hat  sich  nicht  in  dem  Maße  wesentlich  geändert,  daß  seine  Mahnung

  nicht  auch  heute  noch  ihren  Werth  behielte.  Preußen  ist  mit
aller  Vergrößerung,  die  es  seit  Friedrich  II.  erlangt,  je  einer  der
wirklichen  Großmächte  an  materiellen  Mitteln  und  Kräften  nur

halb  gewachsen.  Es  bedarf,  nicht  in  einem  einzelnen,  sondern  in

jedem  Falle  eines  engen  Bündnisses  mit  einer  anderen  Großmacht.

Friedrich  II.,  der  von  einer  deutschen  Nation  nichts  wissen  wollte,

suchte  dies  Bündnis  bei  den  Fremden.  Eine  andere  Zeit  ist  seitdem

  gekommen.  Die  Erinnerung  seines  Unrechtes  ist  zurück  getreten.

  Das  Recht  der  Unantastbarkeit  der  deutschen  Nation  ist

mächtiger  als  je.  Dieses  zugleich  und  die  Pflicht  der  Selbsterhaltung

  weisen  die  Nachfolger  Friedrichs  II.  hin  auf  die  andere

deutsche  Großmacht.  Nur  im  engen  festen  Bunde  mit  derselben,

in  der  bereitwilligen  Mithülfe  zum  Schutze  derselben  gegen  jeden

Feind  und  jeden  Angriff  kann  auch  Preußen  bestehen.  Jeder  Schlag,

der  Oestreich  trifft,  ist  mittelbar  ein  Schlag  für  Preußen  und  für

die  gesammte  deutsche  Nation.