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Nsorderney]  9.9.  44.
Theure  Kleine

Seit  14  Tagen  hatte  ich  mir  vorgenommen,  Dir  zu  schreiben,
ohne  bisher  in  dem  Drange  der  Geschäfte  und  Vergnügungen
dazu  gelangen  zu  können.  Wenn  Du  neugierig  bist,  welches  diese
Geschäfte  pp.  sein  mochten,  so  bin  ich  wirklich  bei  der  Beschränktheit
  meiner  Zeit  und  dieses  Papieres  außer  Stande,  Dir  ein  vollständiges
  Bild  davon  zu  entwerfen,  da  ihre  Reihenfolge  und  Beschaffenheit
  je  nach  dem  Wechsel  der  Ebbe  und  Fluth  täglich  die
mannigfaltigsten  Abänderungen  erleidet.  Man  badet  nämlich  nur
zur  Zeit  des  höchsten  Wassers,  weil  dann  der  stärkste  Wellenschlag
  ist;  eine  Zeit,  die  zwischen  0  Morgsens]  und  Abende  täglich
  um  eine  Stunde  später  eintritt,  und  in  angenehmer  A#Abwechslung
  die  Vorzüge  eines  windkalten  regnigten  Sommermorgens
bald  in  Gottes  herrlicher  Hatur,  unter  den  erhebenden  Eindrücken
von  Sand  und  Seewasser  genießen  läßt,  bald  in  meines  Wirthes
Meusse  Omme  Fimmen  fünf  Fuß  langem  Bett,  unter  den  behaglichen
  Empfindungen,  die  das  liegen  auf  einer  Seegraegmatratze
in  mir  zu  erwecken  pflegt.  Sbenso  wechselt  die  table  d’'héte  ihrer
Jeit  nach  zwischen  1  und  5  Uhr,  ihren  Bestandtbeilen  nach  zwischen
  Schellfisch,  Bohnen  und  Hammel  an  den  ungraden,  und
Seezunge,  Erbsen  und  Ralb  an  den  graden  Tagen  des  Wonate,
woran  sich  im  ersten  Falle  süßer  Gries  mit  Fruchtsauce,  im  zweiten
Dudding  mit  Nosinen  anschließt.  Damit  das  Auge  den  Gaumen
nicht  beneidet,  sitzt  neben  mir  eine  Dame  aus  Dänemark,  deren
Anblick  mich  mit  ehmuth  und  Seimweh  füllt,  denn  sie  erinnert
mich  an  Ofeffer  in  Kniephof,  wenn  er  sehr  mager  war;  sie  muß
ein  herrliches  Gemüth  haben,  oder  das  Schicksal  war  ungerecht
gegen  sie;  auch  ist  ihre  Stimme  sanft  und  sie  bietet  mir  zweimal

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