Reinfeld  14.  April  1447.

Liebes  Herzl  Sben  erhalte  ich  Deinen  Brief  vom  10.  und  bin
recht  innig  erfreut  gewesen  zu  sehn,  daß  Du  wieder  ein  ganz
geläufiges  Händchen  schreibst  und  Deinen  zweiten  Feldzug  in
das  Reich  Haug's  1)  vollständig  und  glücklich  ausgeführt  hast.
Die  Würde  eines  Hathen  fühle  ich  mich  sehr  geehrt  anzunehmen,
Du  mußt  mir  aber,  unter  obwaltenden  ungewöhnlichen  Umständen,
  gestatten,  mich,  wie  der  König  bei  dem  siebenten  Sohn,  vertreten
  zu  lassen,  wenn  es  geht  durch  einen  der  Hrinzen  meines
Hauses,  den  Landrath  Waschke?2)  aus  Maugard;  ist  der  schon
außerdem  in  Function,  so  bitte  ich  Oscar  mir  einen  andern
plenipos)  zu  stellen.  Ich  muß  zum  letzten  April,  wegen  Oeichschau
  am  4.  Mai,  bier  fort,  und  wenn  ich  jetzt  zum  37.  nach  Berlin
käme,  so  würde  ich  wohl  für  die  kurze  Feit,  die  ich  dann  noch
übrig  hätte,  nicht  nochmals  herkommen;  auf  so  lange  Feit  will
mir  Jeannette  aber  nicht  Urlaub  geben,  da  ohnehin  ihr  Vater  jetzt
nicht  hier,  und  ihre  Mutter  krank  ist;  dabei  das  hbppochondrischste
Wetter  von  der  Welt,  das  keine  andern  Dergnügungen  bietet  als
Schlittenfahren  und  Schlittschuhlaufen,  eine  Abwechslung,  der
ich  mich  um  WMitte  UApril  nicht  recht  zu  freuen  im  Stande  bin.

1)  Mame  des  Geburtsbelfers.

*)  Maske  —  Spitzname  Bernbarde  von  Bismarck  bei  den  Offizieren  seines
NRegiments.

)  Bevollmächtigten  Stellvertreter.

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