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[Schõnhausen  30.  März  1860).

100o  herzliche  Grüße  von  mir  und  allen  Erfurtern.  Der  Aufenthalt
  dort  ist  schauderhaft;  langweilig  und  kalt.  Keine  Zeitungen,
keine  Seizung  zu  Sause,  Schmutz,  schlechtes  Pflaster,  Gähnen
und  Fraction  vom  WMorgen  bis  zum  Abend.  Bier  ist  das
eingzige  Gute.  Nanne  bittet  für  einliegenden  1  Th.  Tafelbouillon
  aus  dem  feinen  Fleischladen  in  der  HNeu-Wilbelmstr.,
  kostet  25  fgr.,  dann  für  5  sgl.  (7)  Macaronis.  Ob
Du  auch  wohl  die  große  Güte  hättest,  zu  Schuster  Schröder
in  der  *)  Jägerstrlaße)  zu  schicken  und  bescheidentlich  anzufragen
  7)1),  ob  Mutters  Schuhe  niemals  fertig  werden.  Sie  hat
jetzt  nur  ;  Plaar]  —  und  es  ist  ein  Gräuel,  daß  er  nicht  Wort
bält.  Gleich  soll  er  sie  schicken.

Hachschrift  der  Frau  v.  Biesmarck.

—  Mein  liebling  —  für  5  sgl.  giebts  gewiß  nur  1  Stück  WMakaroni,
  nimm  lieber  noch  mehr  Tafelbouillon  für  das  Geldchen.  —

1.  Sesttlagl.
[Schönhausen  3z.  März  1850  1
Arme  #nelissa?)  hat  immer  das  Fieber,  so  daß  sie  rechts  und
links  umherschwankt,  aber  sie  beuchelt  stets  größte  Gesundbeit
und  quält  sich  balbtodt  mit  Rindern  3)  und  WMirthschaft.  —  Sben

sind  wir  zum  „freundschaftlichen  Butterbrot“  zu  Stadtratbs  )
gebeten.  Achl

1)  Don  7)  bis  7)  von  der  Sand  Johannas  v.  B.  geschrieben.

5)  v.  Behr.

*  )  Biemarcke  FSamilie  hatte  durch  die  am  20.  Dezember  1449  erfolgte  Geburt
des  ersten  Sohnes  (Herbert)  Fuwachs  erbalten.

)  Gärtner.

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