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Schönhausen  6.  7.  bo.
L(ieber  Oscar

Ich  babe  bei  meinem  letzten  Brief  nicht  bedacht,  wie  kurz  die
Zeit  bis  zu  unsrer  Abreise  war,  und  sein  mußte,  wenn  wir  eine
irgend  der  Nede  werthe  Feit  in  Rüstenhering  machen  wollen.
Es  ist  kaum  mehr  möglich,  daß  ich  auf  meinen  Brief  noch  Antwort
  erhalte  und  Oir  dann  noch  wieder  schreibe,  welchen  Weg
wir  kommen  wollen.  Ich  muß  daher  mich  sofort  entscheiden,
und  entsage  den  ungewissen  Thancen  einer  Expedition  durch  das
mir  gänzlich  unbekannte  Land  der  Hriegnitzer  und  Ruppiner.
Ich  werde  am  Dienstag  den  g.  von  bier  aufbrechen,  die  Nacht  in
Berlin  bleiben,  und  am  10.  mit  dem  Wittagszug  nach  Angermünde
  fahren,  weil  die  Kinder  den  ganzen  Tag  brüllen,  wenn
sie  früh  aufgestanden  sind;  wir  haben  dann  den  Machmittag  doch
wohl  noch  Feit,  RKröchlendorf  zu  erreichen.  Don  Angermünde
aus  fahre  ich  mit  Host  nach  Hrenzlau,  von  wo  Du  dann  wohl
die  Güte  hast  uns  abholen  zu  lassen,  falls  Du  Dferde  disponibel
bast.  Also  auf  Wiedersehn  Mittwoch  den  zo.  Julp  1850.

1000  Grüße  an  Walle,  die  ich  noch  fußfällig  um  Verzeihung
bitte,  daß  ich  sie  2  Jahr  älter  1)  gemacht  habe,  es  fiel  mir  schon
den  Tag  nachher  ein.  Dein  treuer  Schwager

v.  B.
An  Ferrn  von  Arnim  Aufgabestempel:  Jerichow
VFochwohlgeboren  "p
fr.  auf  Rröchlendorf  bei  7

I:  N—
prenzlau  Ankunftstempel:  N  )  2

1)  In  Wirklichkeit  um  1  Jahr.

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