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Frankfurt  14  Dez.  57.
Meine  geliebte  Malle

Dein  treues  Schwesterberz  hat  sich  zu  Geihnachtsbesorgungen
so  freundlich  angeboten,  daß  ich  mich  nicht  weiter  entschuldige,
wenn  ich  Dir  neuen  Anlaß  gebe,  Dich  Gersons  und  andrer  Bösewichter
  Verführungen  wiederholt  auszusetzen,  und  Dich  sans
phrase  um  folgende  Weihnachtseinkäufe  für  Johanna  bitte.
J.  Eine  bijouterie,  sie  wünscht  sich  ein  OCpalberz,  wie  Du  es
hast,  und  des  Menschen  Wille  ist  sein  HSimmelreich;  ich  will
etwa  300  Tb.  dafür  ausgeben.  Rann  man  für  den  Hreis  2  Obrringe,
  jeder  aus  Einem,  möglichst  klar  gefaßten  Brillanten,
haben,  so  fände  ich  das  geschmackvoller;  Du  bast  äbnliche;  aber
sie  werden  sehr  viel  theurer  sein,  und  wenn  Du  das  Opaldberz
als  Haleschmuck  vorziehst,  so  werde  ich  später  sehn,  ein  Daar
passende  Ohrringe  auf  der  Grundlage  der  Herle  dazuzufinden.

2.  Ein  RKleid  zu  etwa  100  Ub.;  nicht  mehr;  sie  wönscht  sich  „sehr
licht  weit“,  à  deux  jupes,  moire  antique  oder  so  etwas;
10  Stab  gebraucht  sie  (gegen  30  Ellen).

5.  Sindest  Du  sehr  preiswürdig  und  hübsch  einen  vergoldeten
Fächer,  der  sehr  rasselt,  so  kaufe  ihn  auch,  böchstens  zu  10  Th.,
ich  kann  die  Dinger  nicht  leiden.

4.  Eine  warme  große  Decke,  im  Wagen  über  die  Anie  zu  legen,
mit  Dessin  von  Tiger,  Röpfe  mit  Glasaugen  darauf,  kann  auch
Suchs  oder  Milpferd  imitiren,  irgend  ein  reitßendes  Thier.  Ich
babe  bei  Below  so  eine  gesehn,  von  sehr  weicher  Wolle,  wird
kaum  Jjo  Th.  kosten.

Briefe  Bismarcke  an  Schwester  und  Schwager  81