geschrieben  habe.  Zwei  Reitpferde,  das  eine  bisber  von  Johanna
geritten,  verkaufe  ich  jedenfalls  hier,  und  remontire  mich  drüben
neu,  da  der  Transport  zu  theuer  ist.  Johanna  ist  noch  immer  in
einer  elegischen  Stimmung  über  Detersburg,  und  das  Gohlwollen
einiger  dort  gewesnen  Collegen  beiderlei  Geschlechts  hat  ihr  jetzt
schon  die  Ueberzeugung  beigebracht,  daß  es  am  15./1.  Sept.  zuwintert,
  und  Mitte  Juny  alten  Styls  aufthaut.  Wie  ist  es  denn
mit  Eurer  Herkunft?  wollt  Ihr  noch,  so  kommt  bald,  womöglich
gleich  vor  den  Olpmpiern,  und  belft  mir  Johanna  ermuthigen.
Ich  war  nicht  darauf  gefaßt,  daß  die  Uebernahme  der  neuen
Dosten  so  schnell  vor  sich  gehn  würde.  Wenn  Usedom  hier
#ffiziell  einrückt,  so  wird  es  für  mich  nothwendig  sein,  einstweilen
  schleunigst  nach  llerepöypr-:")  abzugehn,  sonst  komme
ich  in  Gehaltverluste,  die  nach  Tausenden  zählen.  Ich  würde  dann
bloß  Besitz  ergreifen,  Creditive  übergeben,  sehn,  was  ich  an  Möbeln
  dort  brauche  und  was  ich  bier  verkaufe,  und  dann  wiederherkommen,
  und  Johanna  hier  flott  machen.  Sie  geht  dann  zunächst
  mit  Eurer  Erlaubniß  nach  KRröchlendorf,  falls  Ihr  im
WMai  dort  seid,  dann  lnach]  Reinfeld,  und  Ende  August  nach
Außland.  Wenn  Olpmpia  usedömlich  genug  ist,  sich  hier  etabliren
  zu  wollen,  ehe  sie  Quartier  findet,  so  ist  das  ihre  Sache,  nur
muß  sie  nicht  erwarten,  daß  Johanna  sich  in  den  letzten  Umzugswochen
  angreifen  wird,  um  ihr  die  honneurs  und  das  Nest  zu
machen.  Die  Verantwortung,  sie  hier  in  Gesellschaft  eingeführt
zu  haben,  lehne  ich  auch  ab,  sie  kann  sich  an  ihre  Colleginnen
vom  Bund  wenden.

Jobanna  grüßt  herzlich,  und  ich  Malle  nicht  minder;  jedenfalls
sehn  wir  ung  bald  bier  oder  in  circa  14  Alagen]  in  Berlin.
Dein  treuer

Schwager
ö  Bnecnapk-IHônrsaysen)

)  Detersburg.
v.  Bismarck-Schoͤnhausen.