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Berlin,  24.  Sept.  59.
Mein  liebes  erz

nachdem  ich  gestern  Abend  von  der  Budberg  erfahren,  daß  Ihr
durch  Berlin  passirt  und  wahrscheinlich  wieder  in  Kröchlendorf
wärt,  habe  ich  heut  den  Tag  über  unerhörte  Anstrengungen  gemacht,
um  auf  morgen  früh  um  6  frei  zu  werden,  und  morgen  Abend
über  Kröchlendorf  nach  Stettin  zu  gelangen.  Nachdem  ich  vom
Reden  mit  Sandwerkern  und  Staatsmännern  beiser,  vor  Aerger,
Sunger  und  Geschäftigkeit  beinah  blödsinnig  geworden  bin,  erlahme
  ich  jetzt  um  1z  Uhr  vor  der  Aufgabe,  einen  weder  kurzen
noch  einfachen  Brief  an  Schleinitzg  1)  über  heutige  Derhandlungen
zu  schreiben,  morgen  um  balb  6  aufzustehn,  und  einige  Geldund
  Justiz-Geschäfte  demnächst  schriftlich  abzumachen.  Je  suis
à  bout  de  mes  forces  und  muß  schlafen,  so  schmerzlich  es  mir
auch  ist,  auf  die  Dir  für  morgen  zugedachte  Ueberraschung  zu  verzichten.
  Iwei  angefangne  Briefe  nach  Baden  2)  habe  ich  schon
zerrissen,  ich  kann  meine  Gedanken  nicht  mehr  auf  dem  politischen
Kothurn  erbalten  und  muß  meine  Abreise  nach  Stettin  auf  morgen
  Abend  aufschieben.  Dort  übernachte  ich,  auf  übermorgen  habe
ich  mir  mit  Bernhard  in  Freienwalde  Rendezwous  gegeben,  der
bis  Labes  mit  mir  fahren  kann,  wo  die  Züge  kreuzen;  den  Abend

1)  WMinister  des  Auewärtigen.
*)  An  den  Hrinzregenten  Wilbelm.

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