Den  12  October.

Als  ich  heut  in  Reisevorbereitungen  meine  Brieftasche  in  die
Hand  bekam,  fand  ich  darin  den  anliegenden  Tintenerguß,  dessen
ich  mich  in  Farskoe  schuldig  machte,  und  will  ihn  Dir  nicht  vorenthalten.
  Seitdem  ist  mir  die  Aufforderung  zugegangen,  mich
in  Warschau  einzufinden,  und  ich  gehorche  mit  etwas  schwerem
Herzen,  nachdem  ich  eine  Einladung  des  KRaisers  dahin  ausweichend
  beantwortet  hatte.  Für  Oienst  bin  ich  gesund,  für  Dergnügen
  aber  nicht  ausreichend.  Oenn  Du  dieses  lesen  wirst,
vermuthlich  Mittwoch,  bin  ich,  so  Gott  will,  schon  in  Berlin.
Donnerstag  reise  ich  nach  Warschau,  und  von  dort  über  Wilna
wieder  nach  hier.  Die  Sreude,  Dich  zu  sehn,  werde  ich  also  nicht
haben,  wenn  Du  nicht  zufällig  in  Berlin  bist.  Hoffentlich
nächsten  Sommer.  Die  Seereise  wird  nicht  behaglich  sein,  aber
der  Weg  zu  Lande  ist  zu  langweilig.

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