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Detersburg  20/14  März  ö3.
Meine  geliebte  WMalle,

Junächst  gratulire  ich  Dir  zu  meinem  Geburtstag;  dieser  uneigennützige
  Schritt  ist  aber  nicht  die  einzige  Ursache  der  seltnen
  Erscheinung  eines  eigenhändigen  Briefes  von  mir.  Du  weißt,
daß  am  z1.  April  die  Basis  meines  häuslichen  Glückes  geboren
wurde;  weniger  bekannt  ist  Dir  vielleicht  der  Umstand,  daß  ich
meiner  Genugthuung  über  die  Wiederkehr  dieses  Tages  im  vorigen
  Jahre  durch  ein  Geschenk  zweier,  bei  agner  unter  den  Linden
erstandner,  brillantner  Ohrringe  Ausdruck  gab,  und  daß  diese  der
liebenswürdigen  Empfängerin  vor  RKurzem  abhanden  gekommen,
wabrscheinlich  gestohlen  sind.  Um  die  Betrübniß  über  diesen
Derlust  einigermaßen  zu  lindern,  bätte  ich  gern  zum  117)  ein  Daar
ähnliche  Sierrathen  der  ebelichen  Ohrmuscheln.  Wagner  wird
ungefähr  noch  wissen,  wie  sie  waren  und  was  sie  kosteten,  ich
bätte  sie  gern  möglichst  ähnlich;  einfache  Sassung,  gleich  den  Oeinigen,
  und  können  sie  immerbin  etwas  theurer  sein  ale  die  vorjährigen;
  das  Gleichgewicht  meines  Budgets  läßt  sich  sowieso
nicht  erhalten,  mag  der  Schaden  z00  Th.  größer  oder  kleiner  sein.
Ich  muß  abwarten,  in  wie  weit  sich  meine  Finanzen  erholen,  wenn
ich  im  Sommer  Frau  und  Rinder  nach  Hommern  und  die  Pferde
nach  Ingermanland  für  einige  Monat  auf  Grasung  schicke.  Mur
die  Erfahrung  kann  lehren,  wie  hoch  sich  die  Ersparniß  bei  dieser
Operation  beläuft.  Erweist  sie  sich  als  unzulänglich,  so  verlasse
ich  im  nächsten  Jahre  mein  sehr  angenehmes  Saue,  und  richte  mich

*)  Am  Kande:  es  wird  sich  bis  dabin  doch  irgend  eine  Courier=  oder  Reisegelegenbeit
  finden.

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