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Zweiter  Abschnitt.  (Art.  93.)

e)  Der  Art.  9  des  G.  vom  28.  April  1849  für  Lübeck,  wonach  zu
den  allgemeinen  Feiertagen  gezählt  werden:  der  Neujahrstag,  der
Charfreitag,  der  Ostermontag,  der  Himmelfahrtstag,  der  Pfingstmontag,
  der  Johannistag,  der  Michaelistag,  der  erste  und  zweite
Weihnachtstag.

1)  Die  §§  3  der  beiden  V.  vom  28.  April  1849  für  Mecklenburg-Schwerin
  und  Mecklenburg=  Strelitz  wie  zu  a.  mit  „die  Bettage"
  statt  des  Buß=  und  Bettages.

g)  Im  Königr.  Sachsen  gelten  als  allgemeine  Feiertage:  der  Neujahrstag,
  der  6.  Jannar,  der  25.  März  (Mariä  Verkündigung),  der
Charfreitag,  der  Ostermontag,  der  Himmelfahrtstag,  der  Pfingstmontag,
  der  31.  Oktober  (Reformationsfest),  die  beiden  Weihnachtsfeiertage,
  die  beiden  Bußtage,  Freitag  vor  Okuli  und  Freitag  vor
dem  letzten  Sonntag  nach  Trinitatis.  89  G.  25.  April  1849.

h)  In  Sachsen-Koburg  wie  zu  f.  Art.  2.  G.  vom  20.  Mai  1863.

i)  In  Sachsen-Gotha  gelten  als  allgemeine  Feiertage  der  Neujahrstag,
  Charfreitag,  die  beiden  Oster-,  Pfingst-,  Weihnachtstage,  der
Himmelfahrtstag.  5  5  G.  vom  25.  April  1849.

k)  In  Sachsen-Weimar  sind  allgemeine  Feiertage  der  Neujahrstag,
Charfreitag,  der  Ostermontag,  der  Himmelfahrtstag,  der  Pfingstmontag,
  der  Bußtag  im  Monat  Dezember,  (Freitag  nach  dem  ersten
Adventsonntage),  beide  Weihnachtsfeiertage.  §  4  G.  vom  13.  Juli
1849.

1)  Nach  Art.  5  des  G.  v.  25.  Juli  1850  für  das  Kgr.  Bayern  soll
Art.  92  auf  diejenigen  Tage  Anwendung  finden,  welche  nach  Gesetz
oder  Herkommen  jeden  Orts  bisher  als  christliche  Feiertage  im
Wechselgeschäft  gegolten  haben.

m)  Im  Kgr.  Württemberg  sind  nach  §  1  der  V.  vom  28.  Juni  1849
allgemeine  Feiertage  der  Neujahrstag,  das  Fest  der  Erscheinung
Christi  (6.  Januar),  der  Charfreitag,  der  Oster=  und  Pfingstmontag,
Himmelfahrtstag,  Frohnleichnamstag,  der  Feiertag  Peter  und
Paul  (29.  Juni),  Mariä  Himmelfahrtstag,  (15.  August),  das  Christfest
  und  der  erste  Feiertag  nach  demfselben.

Artikel  93.

Bestehen  an  einem  Wechseltage  allgemeine  Zahltage  (Kassiertage),

  so  braucht  die  Zahlung  eines  zwischen  den  Zahltagen  fällig
gewordenen  Wechsels  erst  am  nächsten  Zahltage  geleistet  zu  werden,
sofern  nicht  der  Wechsel  auf  Sicht  lautet.  Die  im  Artikel  41  für
die  Aufnahme  des  Protestes  mangels  Zahlung  bestimmte  Frist
darf  jedoch  nicht  überschritten  werden.