Staatskontrolle  gestellt  hal,  wie  dies  schon  früher  hinsichtlich
  der  Gruben  in  Süb.  Wales  geschehen  war.  Einer
besonderen  Abkeilung  im  Handelsministersum,  mit  deren
Leitung  der  bisherige  Direkior  einer  großen  Eisenbabngesellschaft
  detraut  ist,  ist  die  Kontrolle  der  Gruben  übertragen
  worden.  Neben  diesen  weitgehenden  staatlichen
Eingriffen,  die  sich  auch  in  England  die  Industrie  gefailen
Lassen  muß,  wird  nach  deutschem  Vorbilde  auch  die  Steigevung
  der  inländischen  Erzeugung  fostematisch  betrieben.
So  ist  füngst  ein  Gesetzentwuf  eingebracht  worben,  durch
den  die  Vorschriften  des  achtstündigen  Arbeikstages  innerdalb
  der  inländtschen  Mineralölauellenbekriehe  außer
krast  gesetzt  werden  sollen.  In  der  Begründung  beißt

kangel  an  eingefberten  Mineralölen  es
ung  der  inländischen

England.

".  esscche  4  großen  Bedem,  bie  auch  sn
anschnde  für  Duchführung  bes  valerländeschen
Hilfsdienstes  weite  ter  Heranziehung  der  Fra
deigemessen  wird,  sind  die  Anstrengungen  ES
die  in  der  gleichen  Richtung  von  unsern  Gegnern  und

mentli  kngland  gemacht  we  rden  n.  Dort  wendet
mon  nach  ben  vorliegenden  Berichten  vort
Mittel  an,  um  das  Ziel  zu  erreichen:

1.  —  Aentic-“  Aurube  und  Werbungen.

*  Einw  s  ung  des

3  —  —  #  burch  kusn  "
Staates.

Die  öffentlichen  Aufruse  jetzt  in  allen  englichen
  Blättern  zu  finden,  weifen  das  dem  englischen
Volkscharakter  angemessene,  stark  reklamehafte  Gepräge

auf.

Die  Hilfe  der  gebildeten  Frauen  wird.
im  montgsahhe  Weise  begehrt:  In  einem  kürzlich  ver-Fsfenllichten
  Apfruf  des  englischen  Munitionsministeriums
nb  Aufsichtsbamen  für  bie  unter  Staatsaufsicht
Worsien  den  Munitionsfabriken  gesucht  worden.  Hierauf
haben  sich  namentlich  Offiziers-,  Arztfrauen  sowie  Lehrevinnen
  gemeldet.  Mit  letzteren  liegen  bereits  sehr  günstige
Erfahrungen  aus  mehreren  Munitionsfabriken  vor.  Dagegen
  ist  über  die  Erfolge,  die  mit  der  Verwendung  gebilbeter
  Frauen  als  Arbeiterinnen  erzielt  worden
sind,  bisher  noch  wenig  bekannt  geworden.  Vielfach  haben
sich  diese  Frauen  für  ihr  Weelend  als  Munition  garbeilerinnen
  zur  Verfügung  gestellt.  Für-  feinmechanische  Arbeiten
  sind  scchs-  bis  achtwöchige  Kurfe  eingerichtet  worden,
  nach  deren  Beendigung

urfe  g

Außerordentlich  weitgehend  sind  die  Fürforge;
maßnahmen  für  die  Arbeiterinnen,  auch  hier  unter
weitgehendster  Heranziehung  der  gebildeten  Frauen,  dle

Fabrikinspektorinmen  und  Pflegerinnen  in  den  Staatswerkstätken
  gesucht  sind.  Besonderes  Augenmerk  wird
auf  die  Wohnungsfürsorge  gerichtet.  Durch  vielfach  sehr
vadikales  Vorgehen  —  Auemietung  der  Bewohner  aus
allen  irgendwie  geeigneten  Privathsusern  im  Umkreise  der

90  Prozent  weibliche  Arbeltskräfte

die  in  vielen  technsschen

Mädchen  gemacht  worden  sind

Anstellung  in  den  Fabriken

Fabriken  und  Zerlegung  der  Gebäude  in  Kleinwohnungen
  —  hat  man  Wohngelegenheiten  geschassen.  Für  dige
Verpflegung  sind  te  ils  Fabrikkantinen  eingertchtet,  teil
wird  auch  das  Essen  in  die  Häuier  geliefert.  Wo  besondere
  Arbeiterkolonien  bestehen,  wird  die  Obst.  und
Gemüsezucht  durch  Aussetzung  von  Preisen  geförder

der  bedeutsamste  und  brentiüch  wirksamft
Schritt  zur  vermehrten  Heranziehung  der  Frübllams
ist  en  die  Be  —  kung  b  lunnsr

*  —
z#p  daß  e  s-  sich  ki—  e  ertra

ten  müssen,  er  Herstellung  v
Geschossen  (4½  engl.  Zoll  und  u

darunter)  zu  W
·;--  .·EIW
AnscsssmmgvonIszolltgenGeschoen  wissen  wenigste
80  Prozent  der  verwendeten  Arbeitskräfte  weib  siens
Geschlechtes  sein.  Dab  die  Ausnahme  so  einschneidenden
Bestimmungen  in  die  Hiferungskontrakte  möglich  geworden
  ist,  beruht  auf  den  auusteeichneten  Erfahrungen,
eben  mit  der  Frauenarbeit,
ju  unger  ungelernter
Stellt  doch  üsh  Riim

im  besonderen  mit  der  Abbeit

volkswirkschastliche  Spriistelle,  odney  Web
Times  die  Behauptung  auf,  daß  heute  —  also  nach  dem
Zustrom  zahlreicher  Frauen  —  bie  Erzeugung  in  der
englischen  Industrie  pro“  Aestellten  und  Arbeiter  d  #
so  aroh  gein  wie  A  F  L

w  een  da  die  Angen

  auf,  daß  es
retuchun  2  s8  #o  E—i  8
ja,  daß  es  nahefu  unmöglich  sei,  auch  nur  eine  wirklich
branchbar  Arbeitskraft  am  Arbeitsmarkt  zu  finden.  Als
Hründe  hierfür  werden  geltend  gemacht:

1.  Der  noch  gußerordentlich  nie
Frauenlöhne.  Der  in

mN“—““337

Der  in  den  Staatswerkstätten  anerkannte
  Grundsa  :  „Gleicher  Lohn  für  glelche  —
beit  0  in  „  stetin  unk
namen  n  der  Landwir  t  bisher  v  ·-nachlässigt
  worden.  her  *  ver

2.  Schlechte'  Organisation  der  arbeitenden
bemgemäs  mangelhafte  Wirk
vermictell

3.  Erschwerung  der  beruflichen  Ankernung  durch  die
den  Wettbewerb  der  Frauen  fürchtenden  P

4.  Scheu  der  Unternehmer  vor  Ue
wortlicher  Posten  an  Frauen.

Die  beiden  letzten  Punkte  Scheinen.  auch  für  d
Berhältnisse  bedentungsvoll.  Ersatz  raweh  lür  luce
die  Frauenarbeit  kann  nicht  allein  Lach  spiiahe  Fürsorge
erreicht  werden,  sondern  nur  dadurch,  d  e  Arbeitgeber
ihr  Vorurteil  gegen  d  Frauen  als  Maoiswsbee  aufgeben,
  und  daß  die  Anlernung  der  Frauen  auch  zu  gehobeneren
  und  soierige  Arbelten  planmäßig  g6hee
Dbe,  #nach  atn  Deutschland  von  einem  Teil  der

chtig  anerkannt  worden;  wo  Wiberstände
  finden,  ist  zu  erwarken,  daß  di  E—  8  szgs
imserer  Unternehmer  sie  überwinden:  Die  Un
kommendem  M

Frauen
ung  der  Arbeitsderkragung

  verantk-Mangel

  an  männlichen  Abelkern  vorbe  igt,
die  Einsicht,  die  die  gelernte  hochqualiflzierte  Arbeiterin
als  vollwertigen  Erf  tz  bei  sast  allen  fabrikmähßigen  und
londwirtschafshschen  Arbeiten  schätzen  gelernt  hal.